Liebe und Freunde, liebe Nachbarn, liebe Menschen, die heute hier sind,
vor fast 14 Jahren wurde uns Burak genommen. Mitten aus dem Leben, mitten aus unserer Mitte. Und auch wenn die Jahre vergehen, wird die Lücke, die er hinterlassen hat, nicht kleiner. Wir stehen heute hier, nicht nur um uns zu erinnern, sondern um Zeugnis abzulegen für den Schmerz, der niemals heilt.
Wir vermissen ihn jeden einzelnen Tag.
Burak war kein Aktenzeichen. Er war ein Sohn, ein Bruder, ein Freund. Er hatte ein Recht auf sein Leben.
Doch zu der Trauer kommt eine Wut, die uns seit jener Nacht im April 2012 begleitet. Eine Wut über die Ungewissheit.
Wir wollen endlich Antworten.
Wer hat Burak erschossen?
Warum musste Burak sterben?
Welches Motiv steckte hinter dieser Tat?
Es ist unerträglich, mit dem Wissen zu leben, dass der Mörder vielleicht noch immer durch diese Straßen läuft. Es ist unerträglich, dass wir noch immer im Dunkeln tappen, während die Ermittlungen seit Jahren auf der Stelle zu treten scheinen.
Wir fordern heute laut und deutlich: *
Es muss endlich echter Fortschritt her!* Wir geben uns nicht mit Vertröstungen zufrieden. Wir akzeptieren kein Achselzucken der Behörden mehr. Ein Mord darf nicht einfach ungesühnt bleiben, nur weil die Zeit vergeht. Wir fordern eine lückenlose Aufklärung.
Wir werden nicht aufhören zu fragen. Wir werden nicht aufhören, Gerechtigkeit für Burak zu verlangen. Denn solange wir keine Antworten haben, gibt es für uns keinen Frieden.
Burak, wir vergessen dich nicht. Wir kämpfen weiter – für dich und für die Wahrheit.
Vielen Dank.