A few words from Phil, Luke‘s father, on the 11th anniversary of his death (eng.- dt.- tk.)

Thankyou all for attending today in memory of Luke, in this eleventh year since his murder,  the same day of the week he died.
At the trial, the witnesses described in detail how and where they found Luke lying, with a whole in his abdomen. Having spent a little time at the location, I now see, in my mind, every day, Luke on the floor bleeding to death. I try, very hard, not to see this picture but it is impossible, having cared for, nurtured and loved our son until his life ended.
Recently I have read the witness statements with an uncluttered mind and realised that the murderer stood over our dying son, who actually passed away in the ambulance, for over 20 minutes. How another human being can stand by and watch this is despicable. If Zielezinzki had called for an ambulance, Luke would probably have survived. How the judge at the trial could say Luke did not suffer is beyond words.
Luke gave so much to his friends and family during his short life, and had so much more caring and love to offer this world, as opposed to Rolf Zielezinski who only offers hate.
I cannot place into words, to say  how I feel, that this murderer will be free, before the twelfth anniversary, to re-unite with his family and friends, whereas I, will never, on this earth, ever be able to re-unite and hold, Luke and Rita ever again.
Thankyou all for attending again today, Sunday,  this day of rest.
Best Wishes, with thanks and tears in my eyes, to you all.
Phil
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Ein paar Worte von Phil, Luke’s Vater, zum 11. Jahrestag seines Todes
Vielen Dank an euch alle, dass ihr heute zum Gedenken an Luke gekommen seid – im elften Jahr seit seiner Ermordung, genau an dem Wochentag, an dem er starb.
Während des Prozesses schilderten die Zeugen detailliert, wie und wo sie Luke liegend vorgefunden hatten – mit einer Wunde am Bauch. Nachdem ich ein wenig Zeit an diesem Ort verbracht habe, sehe ich nun jeden Tag vor meinem inneren Auge, wie Luke auf dem Boden liegt und verblutet. Ich versuche wirklich sehr, dieses Bild nicht zu sehen, aber es ist unmöglich, nachdem wir unseren Sohn bis zu seinem Lebensende umsorgt, großgezogen und geliebt haben.
Vor kurzem habe ich die Zeugenaussagen mit klarem Kopf gelesen und erkannt, dass der Mörder über 20 Minuten lang über unserem sterbenden Sohn stand, der schließlich im Krankenwagen verstorben ist. Dass ein anderer Mensch tatenlos daneben stehen und zusehen kann, ist abscheulich. Hätte Zielezinzki einen Krankenwagen gerufen, hätte Luke wahrscheinlich überlebt. Wie der Richter im Prozess behaupten konnte, Luke habe nicht gelitten, ist unbeschreiblich.
Luke hat seinen Freunden und seiner Familie in seinem kurzen Leben so viel gegeben und hätte dieser Welt noch so viel mehr Fürsorge und Liebe zu bieten gehabt – im Gegensatz zu Rolf Zielezinski, der nur Hass zu bieten hat.
Ich kann nicht in Worte fassen, wie ich mich fühle, dass dieser Mörder noch vor dem zwölften Jahrestag frei sein wird, um sich wieder mit seiner Familie und seinen Freunden zu vereinen, während ich auf dieser Erde niemals wieder in der Lage sein werde, Luke und Rita wieder in die Arme zu schließen.
Vielen Dank an euch alle, dass ihr heute, am Sonntag, diesem Tag der Ruhe, wieder gekommen seid.
Die besten Wünsche, mit Dank und Tränen in den Augen, an euch alle.
Phil
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Luke’un babası Phil’den, oğlunun katledişinin 11. yıl dönümünde birkaç söz
Luke’un katledişinin on birinci yılında, aynı bir hafta gününe denk gelen bu anma törenine katıldığınız için, hepinize teşekkür ederim.
Duruşma sırasında tanıklar, Luke’u karın bölgesinde büyük bir yara ile yatarken nasıl ve nerede bulduklarını ayrıntılarıyla anlattılar. Olay yerinde kısa bir süre geçirmiş biri olarak, artık her gün zihnimde Luke’u yerde kan kaybederek can verirken görüyorum. Bu görüntüyü görmemeye büyük çaba sarf ediyorum ancak bu imkânsız; zira oğlumuzun hayatı sona erene dek ona baktık, onu büyüttük ve çok sevdik.
Yakın zamanda tanık ifadelerini zihnim daha berrak bir haldeyken tekrar okudum ve katilin, aslında ambulansta hayata veda eden can çekişen oğlumuzun başında 20 dakikadan fazla bir süre beklediğini fark ettim. Başka bir insanın öylece durup bunu izleyebilmesi alçakça bir durum. Eğer Zielezinzki ambulans çağırsaydı, Luke muhtemelen hayatta kalırdı. Duruşmadaki hâkimin Luke’un acı çekmediğini söyleyebilmesi ise kelimelerle ifade edilemeyecek bir durum.
Luke kısa ömrü boyunca arkadaşlarına ve ailesine çok şey kattı; dünyaya sunacak daha nice şefkati ve sevgisi vardı. Oysa Rolf Zielezinski’nin sunduğu tek şey nefret.
Bu katilin on ikinci yıl dönümünden önce serbest kalıp ailesine ve arkadaşlarına yeniden kavuşacak olması karşısında hissettiklerimi kelimelere dökemiyorum; oysa ben, bu dünyada bir daha asla Luke’a ve Rita’ya kavuşamayacak, onlara bir daha asla sarılamayacağım.
Bugün, bir dinlenme günü olan pazar gününde tekrar katılım gösterdiğiniz için hepinize teşekkür ederim.
Hepinize teşekkürlerimle ve gözyaşlarımla en iyi dileklerimi sunuyorum.
Phil

Remembering Luke Holland – zum 11. Jahrestag seines Todes, am 20.09.2026

Redebeitrag der Burak-Ini
Die ungeklärte extrem rechte Terrorserie in Neukölln und die Morde und Mordversuche an Burak Bektaş und seinen Freunden und der Mord an Luke Holland waren für uns Anlass, einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu fordern. Es sollte untersucht werden, weshalb die Berliner Ermittlungsbehörden die rechte, rassistische und antisemitische Terrorserie in Neukölln nicht aufgeklärt und nicht gestoppt haben. Warum der Mord an Burak Bektaş nicht aufgeklärt wurde und warum das Berliner Landgericht den Mord an Luke Holland zu einem Mord ohne Motiv erklärte und damit ein offensichtlich extrem rechtes Motiv eines Täters, der ein Nazi ist, ignorierte.
Wenn wir nun aber in den Abschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses schauen, sehen wir eine Wüste von Zitaten von Polizeibeamten, Staatsanwälten etc. Diese werden aber nicht ausgewertet, keine Schlußfolgerungen gezogen. Es gibt kaum kritische Analysen geschweige denn den Versuch möglicher politischer Einordnungen.
Unsere Bilanz ist, dass der Parlamentarische Untersuchungsausschuss seinen Auftrag, zu untersuchen, weshalb die extrem rechte, rassistische Terrorserie in Neukölln nicht aufgeklärt worden ist, nicht erfüllt hat.
Dies ist heute, am Todestag von Luke Holland, besonders bitter. Vor 11 Jahren wurde Luke ermordet.
Wer war Luke, wen haben wir verloren?
Luke Holland ist am 04.04.1984 in Manchester geboren und war zum Zeitpunkt seiner Ermordung 31 Jahre alt. Nach seinem Jurastudium lebte er zunächst in Oxford und kam dann nach einem Japan-Aufenthalt nach Berlin. Hier galt seine Haupttätigkeit der juristischen Beratung junger Start-ups.
Lukes Vater Phil Holland schilderte während des Gerichtsprozesses wie Luke war: […] „Er war, und hätte es weiter sein sollen: intelligent, lustig, schwerarbeitend, hilfsbereit und fürsorglich. Ich wusste nicht wie fürsorglich und beliebt, bis mehr als 300 Menschen an seiner Beerdigung teilnahmen, deren Mehrheit ich nicht kannte. […] Luke hat so hart daran gearbeitet, sein Leben und das Leben anderer Menschen zu verbessern. […] Nach seinem Leben in einem hochrangigen (oder großen) Unternehmen war er endgültig dort angekommen, wo er schon immer sein wollte: er wollte junge Start-ups unterstützen und er entschied sich dafür, dies in Deutschland zu tun. Er hat 10 Unternehmen in München bei der Gründung geholfen, die jetzt erfolgreich sind. Er war Mitgründer eines Unternehmens in Berlin, das heute 14 Mitarbeiter beschäftigt. […] Luke war ein Geschenk für Deutschland und Berlin, eine Stadt, die er liebte und die sehr sicher war, wie er uns oft informierte, aber leider nicht für unseren Sohn.“
 
Matt T. aus Japan sagte „Luke und ich teilten von 2006 bis 2007 in Japan eine Wohnung und sind seitdem enge Freunde geblieben. Luke hatte einen großen, positiven Einfluss auf mein Leben.“
 
Brian and Linda Keech, Lukes Tante und Onkel sagten „Unser geliebter Neffe Luke. Mit all deinen großartigen Leistungen, allen den Leben, die du beeinflusst hast, all den Menschen, die du unterstützt und ermutigt hast und all den Herzen, die Du berührt hast, warst du viel zu jung, um von dieser Welt zu gehen.“
Rita Holland, Lukes Mutter, nahm sich am 21.10.2019 das Leben, weil sie den Schmerz über den Mord an ihrem Sohn nicht länger ertragen konnte. Auch ihr möchten wir heute gedenken.
 
*** Schweigeminute ***
 
Der Mörder Rolf Zielezinski wurde zu einer reduzierten Strafe verurteilt, statt 15 Jahre Haft für Mord wurde er zu 11 Jahren Haft und 7 Monaten verurteilt. Als strafmindernd wurde ihm angerechnet, dass er getrunken hatte, ebenso wie die Einschätzung, dass kein politisches Motiv nachzuweisen sei.
Das bedeutet: im April 2027 müsste er aus der Haft entlassen werden.
Genau wissen wir das nicht, denn die Staatsanwaltschaft verweigert bisher die Information. Dieser Umgang der Ermittlungsbehörden ist skrupellos. Die Ungewissheit treibt Familie, Angehörige und Freund*innen von Burak und Luke, Zeug*innen, die gesamte Community und uns um.
Wenn der Mord an Burak richtig ermittelt worden wäre, könnte Luke heute noch leben, davon sind bzw. waren die Eltern von Luke und Burak überzeugt.
Die Möglichkeit besteht, dass Lukes Mörder auch Burak ermordet hat. Für diese Tat musste der Täter noch keine Strafe verbüßen.
Deshalb wollen und müssen wir uns weiter einsetzen für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş.
An Luke werden wir immer erinnern.
Niemand wird vergessen!

Remembering Luke Holland – In Erinnerung an Luke Holland zu seinem 11. Todestag am 20.09.2026

Remembering Luke Holland – In Erinnerung an Luke Holland
11. Jahrestag eines rechten Mordes in Neukölln
Kundgebung Sonntag, 20. September 2026, 15:00 Uhr
 – Luke Holland Gedenkort Ringbahnstraße Ecke Walterstraße (Nähe S-Bahnhof Neukölln) Berlin


Luke Holland wurde nur 31 Jahre alt. Denn am 20. September 2015 wurde er am frühen Morgen von einem Neonazi auf offener Straße in Neukölln ermordet. 
Luke kam aus Manchester und zog 2014 nach Berlin. Er wurde ermordet, weil er Englisch sprach. Kurz vor der Tat beschwerte sich der Mörder darüber, dass in der Bar, vor der er den Mord beging, „nur noch Englisch und Spanisch gesprochen“ werde. In seiner Wohnung wurden zahlreiche Nazi-Devotionalien, Waffen, Munition und Sprengstoff gefunden. Ein rechtes Tatmotiv wollten Richter und Staatsanwälte aber trotzdem nicht feststellen. 
Lukes Vater Philip Holland geht davon aus, dass Lukes Mörder 2012 auch Burak Bektaş ermordet hat und der fehlende Ermittlungsdruck nach dem Mord an Burak dem Verdächtigen das Selbstvertrauen gegeben hat, auch seinen Sohn Luke umzubringen. Im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum „Neukölln-Komplex“ kritisierte er die polizeilichen Ermittlungen scharf. 
An Lukes 11. Todestag kommen wir an der Todesstelle zusammen, um ihm zu gedenken. Bringt gerne Blumen und Kerzen mit. Niemand wird vergessen!

In Memory of Luke Holland
11th Anniversary of a Right-Wing Murder in Neukölln
Rally Sunday, September 20, 2026, 3:00 p.m.
 – Luke Holland memorial site Ringbahnstraße corner of Walterstraße (near Neukölln S-Bahn station)

Luke Holland was only 31 years old. On September 20, 2015, he was murdered in the early morning by a neo-Nazi on the street in Neukölln.
Luke came from Manchester and moved to Berlin in 2014. He was murdered because he spoke English. Shortly before the crime, the murderer complained that “only English and Spanish were spoken” in the bar in front of which he committed the murder. Nazi memorabilia, weapons, ammunition, and explosives were found in his apartment. However, judges and prosecutors still did not want to establish a right-wing motive for the crime.
Luke’s father, Philip Holland, believes that Luke’s murderer also murdered Burak Bektaş in 2012 and that the lack of investigative pressure after Burak’s murder gave him the confidence to kill his son Luke as well. In the parliamentary committee of inquiry into the “Neukölln complex,” he sharply criticized the police investigations.
On the 11th anniversary of Luke’s death, we will gather at the site of his death to commemorate him. Please feel free to bring flowers and candles. No one will be forgotten!

Broschüre zum PUA Neukölln-Komplex als E-Book

Die Broschüre „Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss ‚Neukölln-Komplex’“ als E-Book.

Die Broschüre könnt ihr so auch am Computer, iPad, Tablet, Smartphone und E-Book-Reader lesen.

Die meisten Browser haben Erweiterungen wie EPUB-Reader, die zum Browser hinzu gefügt werden können. E-Reader Programme sind zum Beispiel „Bookworm“, ein kleines Programm, oder „Calibre“ mit dem auch E-Books bearbeitet werden können. Es gibt viele weitere E-Book-Reader Programme, wie „Libera“ für Smartphones.

Falls ihr nur drin blättern und lesen wollt, könnt ihr hier: Link

Die PDF der Broschüre ist natürlich nach wie vor online: PDF-Datei

apabiz: Eine triste Vision für Berlin

Nicht nur bei den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern verfolgt die AfD ambitionierte Ziele, sondern auch in Berlin. Wenngleich eine extrem rechte Regierungsbeteiligung in der Stadt unwahrscheinlich ist, so scheint es doch möglich, dass die Partei bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus im September stärkste Fraktion wird. Was verspricht das Programm den Wähler*innen?
[ weiterlesen beim apabiz ]

Broschüre zum PUA Neukölln-Komplex online

Heute stellen wir die ganze Broschüre „Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss ‚Neukölln-Komplex’“ online.

Die Broschüre zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Neukölln-Komplex wurde von den Beobachter*innen des Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Neukölln-Komplex“ erstellt. Hieran haben sich beteiligt: ASP – Agentur für soziale Perspektiven e.V., aze (andere Zustände ermöglichen), BASTA Britz, Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen, Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş, NSU-Watch Berlin, Claudia von Gélieu u. Christian von Gélieu von Rudow empört sich und dem VVN-VdA Neukölln.

Unsere Broschüre stellt dem Abschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschuss Neukölln-Komplex die Stimmen derjenigen gegenüber, die von rechter Gewalt, rassistischen Angriffen und dem Unwillen der Behörden, rechte/rassistische Täter zu ermitteln, betroffen waren und sind. Darin findet sich auch eine detaillierte Zusammenstellung unserer Erkenntnisse, Kritik und Forderungen.

Broschüre
Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss ‚Neukölln-Komplex’
als PDF-Datei

Viel Spaß beim lesen.

Presseerklärung der Beobachter*innen des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses „Neukölln-Komplex“

Ergebnisse – Kritik – Konsequenzen

8.6.2023 – Presseerklärung anlässlich der Pressekonferenz 1. Untersuchungsausschuss „Neukölln II“

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA), der das skandalöse Versagen der Behörden bei den Ermittlungen zur rechten Anschlagsserie in Neukölln untersuchen sollte, endet nach vier Jahren. Am Mittwoch, 10. Juni, um 10 Uhr, wird zu diesem Anlass eine Pressekonferenz der Ausschussmitglieder stattfinden – Raum 190 des Abgeordnetenhauses von Berlin.

Noch liegt der Abschlussbericht des PUA nicht vor, sodass wir nicht wissen, welche Konsequenzen er dem Abgeordnetenhaus vorschlagen wird. Wir als Beobachter*innen des PUA stellen jedoch fest: Der PUA ist seinem parlamentarischen Aufklärungsauftrag nicht gerecht geworden. Polizei, Innensenat, Verfassungsschutz und Justiz haben seine Arbeit sabotiert. Eine wirksame demokratische Kontrolle der Behörden gab es nicht.

Claudia von Gélieu, Betroffene eines rechten Brandanschlags, erklärt: „Im Untersuchungsausschuss musste ich erfahren, dass Behörden Opferschutz nicht als ihre Aufgabe sehen, die Bekämpfung rechten Terrors, entgegen der Behauptung von Politik und Behörden, niemals Priorität hatte und wie wenig ernst sie die rechte Gefahr für Menschen und Demokratie weiterhin nehmen.“

Am 27. Mai haben Betroffene, zivilgesellschaftliche Expert*_innen und Beobachter__*_innen des PUA die Broschüre „Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss ‚Neukölln-Komplex'“ veröffentlicht. Sie stellt dem Abschlussbericht die Stimmen derjenigen gegenüber, die von rechter Gewalt, rassistischen Angriffen und den Unwillen der Behörden, rechte/rassistische Täter zu ermitteln, betroffen waren und sind. Darin findet sich auch eine detaillierte Zusammenstellung unserer Erkenntnisse, Kritik und Forderungen.

Diese Zusammenstellung findet ihr hier:
so36.net
Die ersten 15 Seiten der Broschüre als PDF-Datei.

ASP – Agentur für soziale Perspektiven e.V.
_aze (andere Zustände ermöglichen)_
Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen
Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş
NSU-Watch Berlin
Claudia von Gélieu u. Christian von Gélieu von Rudow empört sich
BASTA Britz
VVN-VdA Neukölln

27. Mai 2026 Vorstellung der Broschüre von Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss »Neukölln-Komplex«

Mittwoch | 27. Mai 2026 | Galerie Olga Benario | Richardstraße 104 | Berlin-Neukölln

Wir möchten euch ganz herzlich zu der Veröffentlichung unserer Broschüre „Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss »Neukölln-Komplex«“ einladen!

Mehr als 200 Straftaten. Jahrzehntelange Bedrohung. Zwei ungeklärte Morde. Systematisches Versagen der Sicherheitsbehörden. Und ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss, der nach vier Jahren zu Ende geht, ohne die Aufklärung und Konsequenzen, die Betroffene und Zivilgesellschaft gefordert haben.

Die Broschüre „Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss »Neukölln-Komplex«“ verschafft den Stimmen derjenigen Gehör, die von rechter Gewalt, rassistischen Angriffen und dem Versagen der Behörden betroffen waren und sind. Sie fasst Beobachtungen, Kritik und Forderungen zusammen.

Am 27. Mai um 18 Uhr stellen wir die Broschüre vor in der Galerie Olga Benario, Richardstraße 104, Berlin-Neukölln.

Vernetzung von Beobachter*innen des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses

Die Aufklärung des Neukölln-Komplexes ist noch nicht zu Ende!

Grußbotschaft der Soligruppe Efe 09 Kassel zum 14. Todestag von Burak

Liebe Familie Bektaş, liebe Freundinnen und Freunde von Burak, liebe Mitglieder der Initiative,
unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei euch, 14 Jahre nach dem Mord an Burak gedenken wir heute mit euch. Ihr selbst fragt in eurem Aufruf zur Gedenkkundgebung: Wer hat Burak Bektaş ermordet? Dass diese zentrale Frage bis heute nicht aufgeklärt ist, stellt einen unfassbaren Skandal dar und wir verstehen, dass diese Unwissenheit, die vielen weiteren offenen Fragen und Unsicherheiten den Schmerz über den Verlust von Burak niemals lindern können und alles noch viel schlimmer machen. Was es bedeutet, dass der Täter nicht bekannt ist, wissen wir in Kassel nur allzugut. 14 Jahre lang kämpft ihr nun bereits für die Antworten und ein würdiges Erinnern. Dass ihr bis hierhin durchgehalten habt ist unglaublich beeindruckend. Wir wünschen euch in diesen besonders schmerzvollen Tagen viel Kraft und hoffen, dass ihr es trotz all der Widerstände schafft, weiter zu kämpfen. Wir können leider am 04. April sowie am 12. April nicht bei euch sein. Aber in Gedanken stehen wir an eurer Seite, teilen eure Trauer, eure Wut und eure Forderungen und hoffen sehr, dass möglichst bald endlich die Antworten gefunden werden können.
Solidarische Grüße aus Kassel,
Soligruppe B. Efe 09