Remembering Luke Holland – In Erinnerung an Luke Holland zu seinem 11. Todestag am 20.09.2026

Remembering Luke Holland – In Erinnerung an Luke Holland
11. Jahrestag eines rechten Mordes in Neukölln
Kundgebung Sonntag, 20. September 2026, 15:00 Uhr
 – Luke Holland Gedenkort Ringbahnstraße Ecke Walterstraße (Nähe S-Bahnhof Neukölln) Berlin


Luke Holland wurde nur 31 Jahre alt. Denn am 20. September 2015 wurde er am frühen Morgen von einem Neonazi auf offener Straße in Neukölln ermordet. 
Luke kam aus Manchester und zog 2014 nach Berlin. Er wurde ermordet, weil er Englisch sprach. Kurz vor der Tat beschwerte sich der Mörder darüber, dass in der Bar, vor der er den Mord beging, „nur noch Englisch und Spanisch gesprochen“ werde. In seiner Wohnung wurden zahlreiche Nazi-Devotionalien, Waffen, Munition und Sprengstoff gefunden. Ein rechtes Tatmotiv wollten Richter und Staatsanwälte aber trotzdem nicht feststellen. 
Lukes Vater Philip Holland geht davon aus, dass Lukes Mörder 2012 auch Burak Bektaş ermordet hat und der fehlende Ermittlungsdruck nach dem Mord an Burak dem Verdächtigen das Selbstvertrauen gegeben hat, auch seinen Sohn Luke umzubringen. Im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum „Neukölln-Komplex“ kritisierte er die polizeilichen Ermittlungen scharf. 
An Lukes 11. Todestag kommen wir an der Todesstelle zusammen, um ihm zu gedenken. Bringt gerne Blumen und Kerzen mit. Niemand wird vergessen!

In Memory of Luke Holland
11th Anniversary of a Right-Wing Murder in Neukölln
Rally Sunday, September 20, 2026, 3:00 p.m.
 – Luke Holland memorial site Ringbahnstraße corner of Walterstraße (near Neukölln S-Bahn station)

Luke Holland was only 31 years old. On September 20, 2015, he was murdered in the early morning by a neo-Nazi on the street in Neukölln.
Luke came from Manchester and moved to Berlin in 2014. He was murdered because he spoke English. Shortly before the crime, the murderer complained that “only English and Spanish were spoken” in the bar in front of which he committed the murder. Nazi memorabilia, weapons, ammunition, and explosives were found in his apartment. However, judges and prosecutors still did not want to establish a right-wing motive for the crime.
Luke’s father, Philip Holland, believes that Luke’s murderer also murdered Burak Bektaş in 2012 and that the lack of investigative pressure after Burak’s murder gave him the confidence to kill his son Luke as well. In the parliamentary committee of inquiry into the “Neukölln complex,” he sharply criticized the police investigations.
On the 11th anniversary of Luke’s death, we will gather at the site of his death to commemorate him. Please feel free to bring flowers and candles. No one will be forgotten!

Broschüre zum PUA Neukölln-Komplex als E-Book

Die Broschüre „Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss ‚Neukölln-Komplex’“ als E-Book.

Die Broschüre könnt ihr so auch am Computer, iPad, Tablet, Smartphone und E-Book-Reader lesen.

Die meisten Browser haben Erweiterungen wie EPUB-Reader, die zum Browser hinzu gefügt werden können. E-Reader Programme sind zum Beispiel „Bookworm“, ein kleines Programm, oder „Calibre“ mit dem auch E-Books bearbeitet werden können. Es gibt viele weitere E-Book-Reader Programme, wie „Libera“ für Smartphones.

Falls ihr nur drin blättern und lesen wollt, könnt ihr hier: Link

Die PDF der Broschüre ist natürlich nach wie vor online: PDF-Datei

apabiz: Eine triste Vision für Berlin

Nicht nur bei den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern verfolgt die AfD ambitionierte Ziele, sondern auch in Berlin. Wenngleich eine extrem rechte Regierungsbeteiligung in der Stadt unwahrscheinlich ist, so scheint es doch möglich, dass die Partei bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus im September stärkste Fraktion wird. Was verspricht das Programm den Wähler*innen?
[ weiterlesen beim apabiz ]

Broschüre zum PUA Neukölln-Komplex online

Heute stellen wir die ganze Broschüre „Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss ‚Neukölln-Komplex’“ online.

Die Broschüre zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Neukölln-Komplex wurde von den Beobachter*innen des Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Neukölln-Komplex“ erstellt. Hieran haben sich beteiligt: ASP – Agentur für soziale Perspektiven e.V., aze (andere Zustände ermöglichen), BASTA Britz, Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen, Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş, NSU-Watch Berlin, Claudia von Gélieu u. Christian von Gélieu von Rudow empört sich und dem VVN-VdA Neukölln.

Unsere Broschüre stellt dem Abschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschuss Neukölln-Komplex die Stimmen derjenigen gegenüber, die von rechter Gewalt, rassistischen Angriffen und dem Unwillen der Behörden, rechte/rassistische Täter zu ermitteln, betroffen waren und sind. Darin findet sich auch eine detaillierte Zusammenstellung unserer Erkenntnisse, Kritik und Forderungen.

Broschüre
Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss ‚Neukölln-Komplex’
als PDF-Datei

Viel Spaß beim lesen.

Presseerklärung der Beobachter*innen des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses „Neukölln-Komplex“

Ergebnisse – Kritik – Konsequenzen

8.6.2023 – Presseerklärung anlässlich der Pressekonferenz 1. Untersuchungsausschuss „Neukölln II“

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA), der das skandalöse Versagen der Behörden bei den Ermittlungen zur rechten Anschlagsserie in Neukölln untersuchen sollte, endet nach vier Jahren. Am Mittwoch, 10. Juni, um 10 Uhr, wird zu diesem Anlass eine Pressekonferenz der Ausschussmitglieder stattfinden – Raum 190 des Abgeordnetenhauses von Berlin.

Noch liegt der Abschlussbericht des PUA nicht vor, sodass wir nicht wissen, welche Konsequenzen er dem Abgeordnetenhaus vorschlagen wird. Wir als Beobachter*innen des PUA stellen jedoch fest: Der PUA ist seinem parlamentarischen Aufklärungsauftrag nicht gerecht geworden. Polizei, Innensenat, Verfassungsschutz und Justiz haben seine Arbeit sabotiert. Eine wirksame demokratische Kontrolle der Behörden gab es nicht.

Claudia von Gélieu, Betroffene eines rechten Brandanschlags, erklärt: „Im Untersuchungsausschuss musste ich erfahren, dass Behörden Opferschutz nicht als ihre Aufgabe sehen, die Bekämpfung rechten Terrors, entgegen der Behauptung von Politik und Behörden, niemals Priorität hatte und wie wenig ernst sie die rechte Gefahr für Menschen und Demokratie weiterhin nehmen.“

Am 27. Mai haben Betroffene, zivilgesellschaftliche Expert*_innen und Beobachter__*_innen des PUA die Broschüre „Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss ‚Neukölln-Komplex'“ veröffentlicht. Sie stellt dem Abschlussbericht die Stimmen derjenigen gegenüber, die von rechter Gewalt, rassistischen Angriffen und den Unwillen der Behörden, rechte/rassistische Täter zu ermitteln, betroffen waren und sind. Darin findet sich auch eine detaillierte Zusammenstellung unserer Erkenntnisse, Kritik und Forderungen.

Diese Zusammenstellung findet ihr hier:
so36.net
Die ersten 15 Seiten der Broschüre als PDF-Datei.

ASP – Agentur für soziale Perspektiven e.V.
_aze (andere Zustände ermöglichen)_
Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen
Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş
NSU-Watch Berlin
Claudia von Gélieu u. Christian von Gélieu von Rudow empört sich
BASTA Britz
VVN-VdA Neukölln

27. Mai 2026 Vorstellung der Broschüre von Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss »Neukölln-Komplex«

Mittwoch | 27. Mai 2026 | Galerie Olga Benario | Richardstraße 104 | Berlin-Neukölln

Wir möchten euch ganz herzlich zu der Veröffentlichung unserer Broschüre „Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss »Neukölln-Komplex«“ einladen!

Mehr als 200 Straftaten. Jahrzehntelange Bedrohung. Zwei ungeklärte Morde. Systematisches Versagen der Sicherheitsbehörden. Und ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss, der nach vier Jahren zu Ende geht, ohne die Aufklärung und Konsequenzen, die Betroffene und Zivilgesellschaft gefordert haben.

Die Broschüre „Handeln statt Reinwaschen! Betroffene und Zivilgesellschaft zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss »Neukölln-Komplex«“ verschafft den Stimmen derjenigen Gehör, die von rechter Gewalt, rassistischen Angriffen und dem Versagen der Behörden betroffen waren und sind. Sie fasst Beobachtungen, Kritik und Forderungen zusammen.

Am 27. Mai um 18 Uhr stellen wir die Broschüre vor in der Galerie Olga Benario, Richardstraße 104, Berlin-Neukölln.

Vernetzung von Beobachter*innen des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses

Die Aufklärung des Neukölln-Komplexes ist noch nicht zu Ende!

Grußbotschaft der Soligruppe Efe 09 Kassel zum 14. Todestag von Burak

Liebe Familie Bektaş, liebe Freundinnen und Freunde von Burak, liebe Mitglieder der Initiative,
unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei euch, 14 Jahre nach dem Mord an Burak gedenken wir heute mit euch. Ihr selbst fragt in eurem Aufruf zur Gedenkkundgebung: Wer hat Burak Bektaş ermordet? Dass diese zentrale Frage bis heute nicht aufgeklärt ist, stellt einen unfassbaren Skandal dar und wir verstehen, dass diese Unwissenheit, die vielen weiteren offenen Fragen und Unsicherheiten den Schmerz über den Verlust von Burak niemals lindern können und alles noch viel schlimmer machen. Was es bedeutet, dass der Täter nicht bekannt ist, wissen wir in Kassel nur allzugut. 14 Jahre lang kämpft ihr nun bereits für die Antworten und ein würdiges Erinnern. Dass ihr bis hierhin durchgehalten habt ist unglaublich beeindruckend. Wir wünschen euch in diesen besonders schmerzvollen Tagen viel Kraft und hoffen, dass ihr es trotz all der Widerstände schafft, weiter zu kämpfen. Wir können leider am 04. April sowie am 12. April nicht bei euch sein. Aber in Gedanken stehen wir an eurer Seite, teilen eure Trauer, eure Wut und eure Forderungen und hoffen sehr, dass möglichst bald endlich die Antworten gefunden werden können.
Solidarische Grüße aus Kassel,
Soligruppe B. Efe 09

Grußbotschaft der Soligruppe 9. Oktober zum 14. Todestag von Burak

Dear Initiative for the clarification of the murder of Burak Bektaş, dear family and friends of Burak, dear Melek,

As we mark another year without Burak, we send you our hearts, our open arms, and our commitment. Commitment to you and to Burak, that we will continue to stand with you, that we will continue to fight for justice, clarification, and a better future. For Burak and for all of us.
These past years you have taught us how to raise our voices, even in the times it is most hard, so that no others will experience what we did, so that future generations will live in peace and hope without fear. We believe that one day this is possible. And we believe that we will see that day with you, together.
Dear Bektaş family, thank you for sharing Burak with us, his kindness, his humor, his friendship, and his love. Thank you for standing with us these many years. We are committed to you, in our hearts and in our actions.
And we stand with you always, in mourning and solidarity.  

Talya and the Soligruppe 09. Oktober Halle

Liebe Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş, liebe Familie und Freunde von Burak, liebe Melek,

während wir ein weiteres Jahr ohne Burak begehen, senden wir euch unsere Herzen, unsere offenen Arme und unser Engagement. Unser Engagement für euch und für Burak, dass wir weiterhin an eurer Seite stehen werden, dass wir weiterhin für Gerechtigkeit, Aufklärung und eine bessere Zukunft kämpfen werden. Für Burak und für uns alle.
In den vergangenen Jahren habt ihr uns gelehrt, unsere Stimmen zu erheben, selbst in den schwersten Zeiten, damit niemand anderes das erleben muss, was wir erlebt haben, damit künftige Generationen in Frieden und Hoffnung ohne Angst leben können. Wir glauben, dass dies eines Tages möglich sein wird. Und wir glauben, dass wir diesen Tag gemeinsam mit euch erleben werden.
Liebe Familie Bektaş, danke, dass ihr Burak mit uns geteilt habt, seine Freundlichkeit, seinen Humor, seine Freundschaft und seine Liebe. Danke, dass ihr all die Jahre an unserer Seite gestanden habt. Wir sind für euch da, in unseren Herzen und in unserem Handeln.
Und wir stehen euch immer zur Seite, in Trauer und Solidarität.  

Talya und die Soligruppe 09. Oktober Halle

Gedicht einer Schülerin der Clay Oberschule zum Gedenken an Burak

„Ruf nach Gerechtigkeit“

Ruf nach Gerechtigkeit
Burak
viele Fragen
doch Antworten fehlen
du bleibst in Erinnerung
Hoffnung
Burak
In Gedanken
Zu früh gegangen
Unfair Unaufgeklärt Unrecht Unvergänglich
Warum
Burak
Im Herzen
Ruf nach Gerechtigkeit
Unsere Stimmen sind laut
Unvergessen

vorgetragen von Melina.

Im Rahmen eines Schulprojektes an der Clay-Oberschule haben sich Schüler*innen mit Buraks Leben und Tod auseinandergesetzt und Gedichte verfasst. Im Laufe das Jahres werden die insgesamt 18 Gedichte auch als Buch im Selbstverlag erscheinen.

Wir danken allen, die daran mitgewirkt haben! Und unser Dank geht auch an Şeyda, die mit den Schüler*innen Melina, Arina, Amani, Leila und Mahmut heute gemeinsam an der Gedenkkundgebung teilgenommen und einige Gedichte vorgetragen haben.