Rede von Ibrahim Arslan
Rede von Ahmet Arslan
Rede von Hava Yılmaz
Rede von Faruk Arslan
Rede von Ibrahim Arslan
Rede von Ahmet Arslan
Rede von Hava Yılmaz
Rede von Faruk Arslan
Joram Bejarano vertritt seine Mutter Esther Bejarano, da diese leider erkrankte, und hält ihre Rede, vielen Dank an Esther und Joram Bejarano.
Es war Euer Wunsch, der mich heute hier nach Berlin gebracht hat und der mich mit Euch, gemeinsam mit den vielen Menschen hier an Bahide, Yeliz und Ayşe gedenken lässt und ich danke Euch, da ich sehr gerührt darüber bin, ein Teil des 25 jährigen Gedenkens sein zu dürfen.
In der Türkei gibt es ein Sprichwort: „Das Feuer brennt dort, wo es hinfällt“. Der Schmerz trifft die, die Leid erfahren haben. Ich spreche hier zu Euch als Eure Freundin, als Tochter und Schwester.
Meine Familie, sowie Millionen von Menschen, sind einer kranken und hasserfüllten Ideologie zum Opfer gefallen. Wir haben das gleiche Leid erleben müssen, wir mussten erfahren, dass geliebte Menschen AUS UNSEREM UND IHREM Leben gerissen wurden und unsere Welt ein Ort von Dunkelheit und Trauer wurde. Möllner Rede im Exil 2017 – Joram Bejarano hält Hauptrede stellvertretend für Esther Bejarano weiterlesen
Vertreter*innen des Freundeskreis im Gedenken an den rassistischen Brandanschlag in Mölln 1992 und der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş eröffnen die Möllner Rede im Exil.
Değerli konuklar hoşgeldiniz, Mölln Konuşması Sürgünde 2017 – Anma etkinliğimize hoşgeldiniz.
Liebe Gäste Hallo, herzlich Willkommen zu unserer Gedenkveranstaltung Möllner Rede im Exil 2017. Eröffnungsrede „Möllner Rede im Exil 2017“ weiterlesen

Gemeinsam mit über 500 Menschen gedachten wir am 19.11.2017 im Berliner Theater HAU Hebbel am Ufer Yeliz Arslan, Ayşe Yılmaz und Bahide Arslan, die vor 25 Jahren beim rassistischen Brandanschlag in Mölln 1992 getötet wurden, sowie Burak Bektaş, Süleyman Taşköprü, Oury Jalloh und allen anderen Opfern rassistischer Gewalt. „Wir sind keine Statisten, sondern Hauptzeugen“ (Ibrahim Arslan) und nicht nur Zeugen, sondern Anklagende gegen den Rassismus in dieser Gesellschaft. Wir gedenken und gleichzeitig kämpfen wir für eine andere Gesellschaft. Es war sehr bewegend mit euch allen. Herzlichen Dank dafür!
At the 19th Novembre 2017 together with more than 500 people we remembered at the Berlin theater „HAU Hebbel am Ufer“ Yeliz Arslan, Ayşe Yılmaz and Bahide Arslan who were killed 25 years ago at the racist arson in Mölln 1992, as well as Burak Bektaş, Süleyman Taşköprü, Oury Jalloh and all other victims of racist violence. „We are not extras, but witness“ (Ibrahim Arslan) and not only witnesses, but accusing against racism in this society. We remember, and at the same time, we fight for another society. It was very moving with all of you. Thank you very much!
im (HAU 1), Stresemannstr. 29, 10963 Berlin – um 16 Uhr
DEUTSCH / TÜRKÇE / ENGLISH / FRANÇAISE

Reclaim and Remember:
„Wir werden immer wieder da sein“
GEDENKVERANSTALTUNG ZUM 25. JAHRESTAG DER RASSISTISCHEN BRANDANSCHLÄGE VON MÖLLN 1992
IN GEDENKEN AN BAHIDE ARSLAN – AYŞE YILMAZ – YELIZ ARSLAN
MÖLLNER REDE IM EXIL 2017 Einladung zur Möllner Rede im Exil zum 25. Jahrestag des rassitischen Brandanschlags am 19. November weiterlesen

Am 5.11.2017 wurde die Gedenktafel für den Gedenkort Burak Bektaş eingeweiht. Am 5. April 2018 wollen wir die Skulptur errichten und die Gestaltung des Platzes beginnen. Hierfür sind wir auf eure Spenden weiterhin angewiesen. Der Gedenkort ist ein politisches Zeichen, um die Geschichte von Burak Bektaş und die vielen anderen unaufgeklärten Morde mit möglichem rassistischen Hintergrund sichtbar zu machen!
Spendet unter Betterplace-Gedenkort-Burak
Nach jahrelangem Kampf gegen die Polizei- und Justizbehörden der BRD kann es nun auch ganz „offiziell“ nicht mehr geleugnet werden: Oury Jalloh – Das war MORD!
Ein kurzer Überblick über die aktuellen Ereignisse:
Die zuständigen Staatsanwälte in Dessau eröffneten im Ergebnis der gutachterlichen Stellungnahmen zum Brandgutachten von Schmiedeberg (Sachsen) bereits am 14.04.2017 ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes gegen konkret benannte Polizeibeamte. Dies geht aus den Ermittlungsakten hervor, die den Anwältinnen der Familie von Oury Jalloh erst letzte Woche zur Einsicht vorgelegt wurden.
Der Generalbundesanwalt – der seine Zuständigkeit im Ermittlungsverfahren bereits im Februar 2014 verweigert hatte – wurde über den neuen Ermittlungsstand entsprechend in Kenntnis gesetzt und konstatierte daraufhin, dass es aus höchststaatsanwaltlicher Sicht trotz allem „keine tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Straftat zum Nachteil Oury Jalloh erkennbar“ seien.
Ende Mai entzieht Generalstaatsanwalt Jürgen Konrad dann der Staatsanwaltschaft Dessau die Mordermittlungen im Fall Oury Jalloh – angeblich wegen Überlastung und Personalmangel der Behörde. Die Staatsanwaltschaft Halle übernimmt dann die Akten Anfang Juni 2017 und stellt die Ermittlungen mit Aktenvermerk zum 30.08.2017 ein. Oury Jalloh – Das war MORD! weiterlesen
Die 20 Stolpersteine, die an von den Nationalsozialisten ermordete Jud_innen und Widerstandskämpfer_innen erinnerten, wurden in den Nächt um den 9. November 2017 gestohlen oder beschädigt. Neo-Nazis meinen das Gedenken an die von Nationalsozialisten ermordeten aus der Öffentlichkeit tilgen zu können. Duch Spenden werden sie bald wieder verlegt und neue Stolpersteine hinzukommen.
Hier die Namen derer, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden, und an die die Neonazis das Gedenken verhindern wollen. Wir gedenken ihnen:
Paul Wilhelm Fürst / Kurt Gärtner / Else Grand / Johanna Grand / Dr. Arthur Hecht / Lucie Tana Hecht (geb. Kayser) / Wienand Kaasch / Stanislaw Kubicki / Rudolf Peter / Georg Obst / Gertrud Seele / Karl Tybussek / Heinrich Uetzfeld / Hans-Georg Vötter / Benno Wittenberg / Erwin Wittenberg / Hedwig Wittenberg (geb. Wasserzug) / Siegfried Wittenberg / Anna Wurzel / Samson Baruch Wurzel
15.11.2017 berliner Morgenpost: Gedenken in Berlin – Spender ermöglichen neue Stolpersteine in Neukölln
11.11.2017 Facetten Neukölln: Der Raub der Stolpersteine hat deutlich gemacht, wie aktuell der Gedenktag an die Pogromnacht vom 9. November 1938 ist
10.11.2017 rbb-online: Serie in Berlin-Neukölln reißt nicht ab – Polizei bittet nach Stolperstein-Diebstählen um Hilfe
“Wir werden immer wieder da sein”
Reclaim & Remember – Möllner Rede im Exil 2017
In Gedenken an die rassistischen Brandanschläge von Mölln 1992

2017 jähren sich die rassistischen Brandanschläge von Mölln zum 25. Mal. Am 23. November 1992 hatten zwei Neonazis das Haus der Familie Arslan in Brand gesetzt und dabei die 51-jährige Bahide Arslan, die 10-jährige Yeliz Arslan sowie die 14-jährige Ayşe Yılmaz ermordet. Weitere Familienmitglieder wurden teilweise sehr schwer verletzt. Zuvor hatten die Neonazis bereits einen Brandanschlag auf ein weiteres in der Nähe gelegenes Haus verübt, wo ebenfalls Menschen türkischer Herkunft wohnten. Neun von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Obwohl der rassistische Hintergrund der Taten sofort offensichtlich war, konzentrierten sich die ermittelnden Behörden zunächst auf die betroffene Familie Arslan. Zusätzlich zu ihrer Trauer wurde sie mit Verdächtigungen belastet: Die Opfer wurden zu Tätern gemacht. Institutioneller und gesellschaftlicher Rassismus und tödliche Gewalt haben bis heute Kontinuität – davon zeugen die Taten, Ermittlungen und gesellschaftlichen Reaktionen im Umgang mit den Opfern des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) und ihren Angehörigen sowie vielen weiteren Betroffenen rassistischer Gewalt und ihren Lieben.
Vier Jahre war die Möllner Rede ein Bestandteil der offiziellen Gedenkveranstaltungen in Mölln. 2013 wurde die Rede, die immer eine kritische Bestandsaufnahme zum gesellschaftlichen Rassismus, Neofaschismus und Umgang mit Gedenken darstellt, aus dem Gedenkprogramm der Stadt Mölln gestrichen. Es schien nicht länger erwünscht, dass die Familie die Redner*innen selbst aussuchte. Seitdem befindet sich die Möllner Rede im Exil.
In diesem Jahr hält Esther Bejarano, Antifaschistin und Überlebende der Shoah, die Möllner Rede im Exil. Im Anschluss werden Mitglieder der Familie Arslan und Yilmaz sprechen. Die Veranstaltung wird von der „Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş“ in enger Kooperation mit Familie Arslan und dem „Freundeskreis im Gedenken an die rassistischen Brandanschläge in Mölln 1992“ organisiert.
Die Erinnerung überhaupt zu erkämpfen – an das Geschehene, an das Vergessene, an das Verschwiegene, an das unter den Teppich Gekehrte, an die Ursachen und die Folgen, an das Davor und das Danach. Diese Forderungen sind nach wie vor aktuell.
„Möllner Rede im Exil“
Sonntag, 19. November 2017 um 16 Uhr
Hebbel am Ufer (HAU1) Berlin, Stresemannstr. 29, 10963 Berlin
Einlass ab 15 Uhr, Programmbeginn 16 Uhr
Der Eintritt ist frei, es werden keine Tickets benötigt.
Barrierefreiheit:
Leider ist der Zugang nur bedingt barrierefrei. Bei Bedarf sollte sich bitte im Idealfall im Vorfeld mit dem HAU in Verbindung gesetzt werden: 030/259004-102 oder service [at] hebbel-am-ufer.de
Mehr zum Thema Barrierefreiheit im HAU
13 Stolpersteine, die an von den Nationalsozialisten ermordete Jud_innen und Widerstandskämpfer_innen erinnerten, wurden in der Nacht auf den 6. November 2017 gestohlen. Neo-Nazis versuchen das Gedenken an die von Nationalsozialisten ermordeten aus der Öffentlichkeit zu tilgen.
3 weitere Stolpersteine wurden in derselben Nacht gelockert.
Hier die Namen derer, an die vorübergehend nicht mit Stolpersteinen gedacht wird:
Paul Fürst – Bruno-Bauer-Straße 17, Jg. 1889, Sachsenhausen 6.6.1941
Else Grand – Rungiusstraße 33, Jg. 1893, entging der Deportation durch Suizid, 3.11.1941
Johanna Grand – Rungiusstraße 33, Jg. 1892, entging der Deportation durch Suizid, 3.11.1941
Arthur Hecht – Steinbockstraße 23, Jg. 1883, deportiert 28.3.1942, ermordet in Piaski
Lucie Tana Hecht – Steinbockstraße 23, Jg. 1888, deportiert 28.3.1942, ermordet in Piaski
Wienand Kaasch – Parchimer Allee 94, Jg 1890, Zuchthaus Luckau
Stanislaw Kubicki – Onkel-Bräsig-Straße 46, Jg. 1889, Gefängnis Pawiak Juni 1942
Georg Obst – Gielower Straße 28, Jg. 1902, Gestapo-Gefängnis Prinz-Albrecht-Straße 8.2.1934
Rudolf Peter – Gielower Straße 32c, Jg. 1889, 2.3.1944 Zuchthaus Brandenburg
Gertrude Seele – Parchimer Allee 7, Jg. 1917, 12.1.1945 Plötzensee
Karl Tybussek – Jahnstraße 12, Jg. 1898, 26.5.1943 Brandenburg-Görden
Heinrich Uetzfeld – Parchimer Allee 7, Jg. 1906, 24.2.1941 KZ Dachau
Hans-Georg Vötter – Onkel-Bräsig-Straße 111, Jg. 1901, 11.5.1943 Plötzensee
06.11.2017 Presseerklärung der Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts zur Entwendung aller sieben Stolpersteine in der Britzer Hufeisensiedlung
07.11.2017 berliner Morgenpost: „Stolpersteine“ gestohlen – Staatsschutz ermittelt
08.11.2017 neues Deutschland: Jenseits der Schamgrenze – AntifaschistInnen kritisieren Schändung von Stolpersteinen in Neukölln
08.11.2017 BZ: Stolpersteine aus Boden gerissen – „Die Löcher im Gehweg sehen wie Wunden aus“
08.11.2017 berliner Morgenpost: Keine Spur der „Stolpersteine“: Staatsschutz ermittelt
Gedenken in Berlin zur Reichspogromnacht:
9. November 2017 – 17 Uhr | Gedenkveranstaltung vor der ehemaligen Albrecht-Dürer-Apotheke, Buschkrugallee 179, Berlin Neukölln-Süd
9. November 2017 – 17 Uhr | Mahnmal Levetzowstraße, Berlin Moabit | Gedenkkundgebung und anschließende antifaschistische Demonstration