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Mahnwache für Burak und Luke: Rassismus mordet – mehrmals in Neukölln?

Donnerstag, 5. November 16-18 Uhr
Ringbahnstr./Ecke Karl Marx Str. (S Neukölln) – Berlin

Am 5. April 2012 wurde Burak auf offener Straße erschossen, am 20. September diesen Jahres ganz in der Nähe Luke Holland. Wir wissen nicht, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten besteht. Wir wissen aber, dass der mutmaßliche Mörder Luke Hollands auch in der Ermittlungsakte zum Mord an Burak als möglicher Tatverdächtiger genannt wird. Wir wissen auch, dass in beiden Fällen die Staatsanwaltschaft trotz aller Hinweise einen rassistischen Hintergrund konsequent bagatellisiert und unzureichend in diese Richtung ermitteln lässt.

Wenn im Süden Neuköllns innerhalb von dreieinhalb Jahren zwei Morde mit möglicherweise rassistischem Hintergrund begangen werden, möglicherweise sogar vom selben Täter, dann kann nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden!

    Wir fordern:

  • eine intensive Überprüfung, ob ein Zusammenhang zwischen beiden Morden besteht!
  • beide Morde konsequent auf einen rassistischen Hintergrund zu untersuchen!
  • transparente Ermittlungen und Informationen an die Bevölkerung!

Mit der Wahl des Ortes dieser Mahnwache wollen wir Kontakt mit der dortigen Nachbarschaft ermöglichen, um Informationen auszutauschen und uns zu vernetzen. Da wir kein Vertrauen in die Ermittlungsarbeit der Polizei haben, sind wir auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Kommt vorbei und helft mit, dass diese beiden Morde nicht unaufgeklärt bleiben!

Radiobeiträge zur unaufgeklärten Ermordung von Burak

Die unkommerziellen, alternativen Freien Radios:

Auf der Austauschplattform der Freien Radios finden sich mehrere Mitschnitte von Veranstaltungen (und Interviews mit) der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B., größten Teils erstellt von Aktivist_innen des FSK (Freien Sender Kombinats) Hamburg.

  • Hier könnt ihr einen Mitschnitt von unserer Gedenkveranstaltung an Buraks Todesstelle am 14. Februar 2015, dem Tag als Burak 25 Jahre alt geworden wäre, in Türkisch und Deutsch hören link.
  • Am Tag vor unserer Pressekonferenz am 5. März in München wurde ein Interview zu Burak und NSU-Parallelen vom Radio Dreyländereck in Freiburg mit uns geführt und gesendet – link.
  • Im März wurde dann unsere gemeinsame mit Familie und Anwälten organisierte Pressekonferenz in München am 5. März 2015 aufgenommen und bei der wöchentlichen Sendung „Ein Prozess – Ein Land – Keine Gesellschaft – Viel NSU“ beim FSK gesendet – link.
  • Einen Mitschnitt des „Forums gegen das Schweigen – Drei Jahre nach dem Mord an Burak und die Konsequenzen aus dem NSU“, das am 8. April 2015 im Biergarten Jockel abgehalten wurde, kann ebenfalls nachgehört werden – link.

Die Öffentlich-Rechtlichen:

Ab dem 15. Oktober 2015 wird nun eine Podcast-Serie „Wer hat Burak erschossen?“ bei Radioeins und Kulturradio vom rbb gesendet. „Die Recherche eines Mordfalls in neun Folgen“ – je 5 Minuten auf UKW und 20 Minuten im Internet.
Die neun Folgen laufen vom 15. Oktober bis 10. Dezember 2015, immer donnerstags um 9.10 Uhr auf Radioeins und um 14.10 Uhr im Kulturradio vom rbb.
Der Podcast von rbb/Radio Berlin-Brandenburg zu Burak ist online unter webdoku.rbb-online.de/burak zu finden. Im Internet sollen alle Folgen als Podcast veröffentlicht werden.
Der erster Sendetermin ist am Donnerstag den 15.10.15 um 09:10 bei Radioeins (UKW 95,8 MHz – livestream) und um 14:10 am selben Tag beim Kulturradio (Berlin UKW 92,4 MHz – livestream).
Den Trailer der Sendungsreihe zur nicht aufgeklärten Ermordung von Burak und zur lebensgefährlichen Verletzung zweier weiterer junger Menschen in Berlin-Neukölln könnt ihr hier hören: link / download.

Auch wir kennen die 5 bzw. 20-minütigen Beiträge noch nicht und sind neugierig und werden diese hören und diskutieren.

PM: Hätten Ermittlungen im Mordfall Burak Bektaş den Mord in der Ringbahnstraße verhindern können?

Pressemitteilung
der Initiative für die Aufklärung des Morde an Burak Bektaş

Berlin, den 5. Oktober 2015

Hätten Ermittlungen im Mordfall Burak Bektaş den Mord in der Ringbahnstraße verhindern können?

In den Ermittlungsakten zu Burak Bektaş wurde Rolf Z. aus der Ringbahnstraße in Neukölln, der mutmaßliche Mörder von Luke Holland, als Verdächtiger genannt. Diesem Hinweis aus der Bevölkerung wurde von der Polizei nicht mit der notwendigen Sorgfalt nachgegangen.
Als Initiative haben wir immer vor der Gefahr gewarnt: Der Mörder läuft noch frei herum und kann jederzeit wieder töten. Der Mord an Luke Holland wäre unter Umständen zu verhindern gewesen.
Wir wollen nicht mit Gewissheiten auftreten, sondern wir fordern Aufklärung.

Einbeziehung der Öffentlichkeit in die Ermittlungen
Im Fall Burak Bektaş kommen die Ermittlungen nicht ohne die Mitwirkung der Bevölkerung weiter. Der Verzicht auf die Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Suche nach dem Täter werten wir als Verschleierungsversuch eines Mordes mit einem möglichen rassistischen Hintergrund.
Nach unseren Informationen hat Rolf Z. sich in der Vergangenheit in der Nähe des Krankenhauses Neukölln aufgehalten, um dort „rumzuballern“.
Deshalb wenden wir uns an die Öffentlichkeit: Gibt es Informationen darüber, wo sich der heute 65-jährige in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2012 aufgehalten hat? Hat er sich regelmäßig in der Nähe des Neuköllner Krankenhauses aufgehalten? Wen hat er dort getroffen?
Können sich Anwohner_innen des Tatortes in der Rudower Straße an den durchaus auffälligen damals 62-jährigen erinnern?
Rolf Z. ist in der Vergangenheit durch Waffenbesitz aufgefallen. Wissen Nachbar_innen in der Ringbahnstraße von Pistolen des Täters oder von Waffenverstecken oder können andere Hinweise geben?

Forderungen an die Ermittlungsbehörden
Informationen zum Waffentyp der Tatwaffe im Fall Burak sollen an die Öffentlichkeit gegeben und die Bevölkerung soll um Mithilfe gebeten werden.
Auch fordern wir von der Polizei zu ermitteln, wo Rolf Z. sich in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2012 aufgehalten hat. War er regelmäßig im oder in der Nähe des Krankenhauses? Wen hat er dort besucht?
Gibt es Verbindungen von Rolf Z. in rechtsradikale Milieus? Gibt es Verbindungen zu Reichsbürgern und /oder der NPD? Wurde er in Neukölln auf entsprechenden Veranstaltungen gesehen? Ist er Abonnent entsprechender Publikationen?

Der zuständige Staatsanwalt Horstmann schweigt seit drei Jahren beharrlich. Presseanfragen werden nicht beantwortet. Ein seit mehr als drei Jahren nicht aufgeklärter Mord muss Anlass sein, die Kompetenz des leitenden Staatsanwaltes in Frage zu stellen. Horstmann ist verantwortlich für die nicht durchgeführten Ermittlungen zu Rolf Z., wie den Abgleich der aufgefundenen Munition und die Befragungen von Zeugen und des Tatverdächtigen Rolf Z..

https://burak.site36.net
https://www.facebook.com/Burak.unvergessen/

Am Montag den 5. 10. 2015 findet von 17-19 Uhr die regelmäßige Mahnwache der Initiative am U-Bahnhof Britz Süd statt. Dort stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung.

MAHNWACHE 3 1/2 JAHRE NACH DEM MORD AN BURAK

ACHTUNG!
Unsere Mahnwache findet trotz der Neuigkeiten wie geplant ab 17 Uhr am U-Bhf Britz-Süd statt. Dort können wir weitere Schritte überlegen und stehen der Öffentlichkeit und den Medien natürlich für Fragen zur Verfügung.

Aktuelle Meldungen:
BZ: Das Mord-Rätsel von Neukölln: Serienkiller am Werk?
Hürriyet: Muhbir söylemiş, Polis ciddiye almamış!

Montag 5. Oktober // 17 Uhr // U-Britz Süd (Neukölln)

Es sind dreieinhalb Jahre vergangen seit im Süden Neuköllns ein Unbekannter in eine Gruppe von Jugendlichen schoss und dabei Burak ermordete. Die migrantischen Jugendlichen beschrieben den Täter als älteren, weißen Mann und die Tat als eine Hinrichtung auf offener Straße. Wir fragen seitdem: Welche Rolle spielt Rassismus? Kann es sich um eine NSU-Nachfolgetat gehandelt haben, da die Tat neonazistischen Terrorkonzepten entspricht? Wir kritisieren die Intransparenz der Ermittlungen und dass nicht gezielt in Richtung eines rassistischen Mordes ermittelt wird, obwohl der Mord mittlerweile von verschiedenen Seiten als Verdachtsfall rechter Gewalt eingestuft wird. Wir sind solidarisch mit den überlebenden Jugendlichen und den Angehörigen und der Familie von Burak.

Am 5. Oktober machen wir eine Mahnwache am U-Bahnhof Britz-Süd. Das ist der U-Bahnhof an dem Burak und die anderen Jugendlichen ausgestiegen sind, fröhlich und noch nicht ahnend, dass kurze Zeit später vor dem Neuköllner Krankenhaus auf sie geschossen werden würde.

Wie immer laden wir alle Freun­din­nen und Freun­de, An­ge­hö­ri­ge und Un­ter­stüt­zer*innen ein vor­bei­zu­kom­men, Flyer an Pas­sant*innen zu ver­tei­len und mit­ein­an­der ins Ge­spräch zu kom­men.

Beteiligung am Gedenkkongress in Leipzig und am Tag der Erinnerung und Mahnung in Berlin

In Leipzig findet vom 11. bis 13. September 2015 der Kongress „NSU-Gedenken im Kontext bisheriger Gedenk- und Erinnerungspolitik nichtstaatlicher Gruppen an rechte Morde und Gewalttaten“ statt.
Wir zeigen unsere Ausstellung und sitzen Samstag ab 11 Uhr mit auf dem Podium bei der Veranstaltung „Institutionalisierung von Gedenken? Ist eine langfristige Erinnerungskultur möglich oder wird jedes Gedenken irgendwann zum inhaltsleeren Ritual?“. In dem Frauenkultur e.V. in der Windscheidstr. 51 in Leipzig-Connewitz werden RE:GUBEN, Niemand ist vergessen! Initiative in Gedenken an Dieter Eich Initiative, „Aktives Gedenken“ (Silvio Meier), Initiative für ein Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân und wir, die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B. uns das Podium teilen – und hoffen auf eine interessante Veranstaltung.

Am Sonntag in Berlin findet der Tag der Erinnerung und Mahnung mit einem Fahrradkorso ab dem Werner-Seelenbinder-Sportpark und einem Fest der Begegnung auf dem Herrfurthplatz in Berlin-Neukölln ab 13 Uhr statt. Dort sind wir auch mit unserer Ausstellung anzutreffen.

Mahnwache am 5. September 2015

von 11-13 Uhr // Möwenweg /Ecke Laubsängerweg
Nähe Krankenhaus Neukölln // Berlin

Am 5. April 2012 schoss gegenüber des Krankenhaus Neukölln ein Mann wortlos in eine Gruppe von fünf Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Zwei wurden lebensgefährlich verletzt, Burak starb noch am Tatort. Die Jugendlichen beschrieben dies als eine Hinrichtung auf offener Straße, mitten in Neukölln. Der Täter flüchtete danach in Richtung des Möwenwegs, wo wir eine Mahnwache abhalten werden.

Der Mord wird nicht nur von der Familie, im Freundeskreis und in der Nachbarschaft als eine große Bedrohung empfunden: Der Mörder läuft frei herum und kann mit Waffen umgehen. Vom Mörder fehlt bis heute jede Spur. Wir fordern gezielte Ermittlungen in Richtung eines rassistischen Motivs und einer NSU-Nachahmungstat.

In Neukölln-Rudow existiert seit Jahren eine aktive Neonazi-Szene: Bedrohungen, Übergriffe bis hin zu Brandanschlägen gegen alle die nicht in das rassistische Weltbild der Neonazis passen gehören leider zum Alltag. Wir wenden uns gegen diese Versuche der Einschüchterung, denn nach den NSU-Morden haben wir gelernt: Es reicht das Schweigen und die Ignoranz der Mehrheit, während die Minderheit bedroht und angegriffen wird. Diese Strategie darf nicht aufgehen!

PS.
Nachmittags sind wir auf dem Festival gegen Rassismus, Blücherplatz Berlin-Kreuzberg, an einem Stand beteiligt. Wir haben Kaffee und Kuchen in schattiger, entspannter Atmosphäre..

Grußbotschaft zum Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân am Samstag den 22.08.2015 in Hamburg

Grußbotschaft der Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak zum Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân – Opfer des rassistischen Brandanschlages am 22. August 1980 auf das damalige Flüchtlingsheim in der Halskestraße in Hamburg:

Wir als Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak begrüßen eure Initiative für ein Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân. Sich erinnern heißt, wie ihr schreibt „die Opfer aus der Anonymität der Tat zu reißen, ihnen wieder Namen und Gesichter zu geben und ihre Geschichten zu erzählen“.

Für die Burak-Initiative stellt sich die Frage der Erinnerung und des Gedenkens auf seine Weise. Die Familie von Burak, seine Freunde, seine Bekannten und wir die Unterstützenden gedenken Burak und fordern die Aufklärung des Mordes. Mit unserem Gedenken wollen wir die Tat/den Täter aus seiner Anonymität entreißen.

Wir gedenken Nguyen Ngoc Chau und Do Anh Lan und stehen ihren Familien und Freunden, euch den Unterstützerinnen und Unterstützern zur Seite.
Wir sind nicht bereit hinzunehmen, dass der Mord an Burak unaufgeklärt bleibt. Wir werden nicht zum Alltag übergehen, sondern an diesen Mord und an andere rassistische Morde erinnern und ihre Aufklärung fordern.
Heute und auch in Zukunft.

PS.
Außerdem möchten wir auf die Kundgebung vor dem Eastgate in Berlin-Marzahn am 22.08.15, 16 Uhr hinweisen.

5. Juni 2015 Mahnwache für die Aufklärung des Mordes an Burak B.

Freitag 5. Juni 2015 // 15-17 Uhr
Rathaus Neukölln // 12043 Berlin

Vor inzwischen über 3 Jahren wurde Burak B. ermordet und Jamal und Alex lebensgefährlich verletzt. Nach wie vor gibt es keinerlei Ermittlungsergebnisse der Behörden, wir schweigen nicht sondern fragen weiter: „War das Mordmotiv wieder Rassismus“?

Wir laden Euch zu unserer nun wieder monatlich statt findenden Mahnwache diesmal zum Rathaus Neukölln ein.