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Keine Aufklärung im Fall Jusef El-A.

Mitte Juni endete ein Prozess vor dem Berliner Landgericht gegen zwölf Neuköllner Jugendliche. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautete „besonders schwerer Landfriedensbruch“ und Beteiligung an einer Schlägerei „durch die der Tod eines Menschen verursacht worden ist“. Einige von ihnen wurden zu Geldstrafen und Leistung von Sozialstunden verurteilt, teilweise kam es zu Einstellungen des Verfahrens. Sven N., der Jusef El-A. im Laufe dieser „Schlägerei“ mit mehreren Messerstichen tötete, wurde weder angeklagt noch musste er vor Gericht als Zeuge aussagen.

Was war passiert?

Laut Zeugenaussagen entstand am 4. März 2012 zwischen zwei weißen Erwachsenen und einigen Jugendlichen mit mehrheitlich migrantischem Hintergrund auf einem Neuköllner Fußballplatz ein Streit, der schließlich in eine Schlägerei eskalierte. Keine Aufklärung im Fall Jusef El-A. weiterlesen

Bezirksamt Neukölln prüft Gedenkort für Burak

Mit großer Mehrheit spricht sich die Neuköllner BVV dafür aus, das Bezirksamt anzuweisen, die Nutzung der Grünfläche Rudower Straße/Laubsängerweg zur Errichtung eines Gedenkortes für Burak Bektaș zu prüfen.

Die Neuköllner BVV beschloss auf ihrer gestrigen Sitzung mit den Stimmen von SPD, Grüne, Piraten und Linke das Bezirksamt anzuweisen, eine Nutzung der Grünfläche Rudower Straße Ecke Laubsängerweg durch die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaș zu prüfen.

„Wir hoffen auf grünes Licht aus dem Bezirksamt noch vor den Wahlen, um mit den nächsten notwendigen Schritten Finanzierung und Beantragung behördlicher Genehmigungen beginnen zu können.“
(Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaș)

Bereits am 26. Mai präsentierten Mitglieder der Initiative ihr Konzept für einen „lebendigen Gedenkort“ in der öffentlichen Sitzung des Integrationsausschusses. Auch Melek Bektaș, Mutter des ermordeten Burak Bektaș nahm an der Sitzung teil und dankte den Abgeordeneten aller Parteien für ihre Unterstützung. Bezirksamt Neukölln prüft Gedenkort für Burak weiterlesen

Berichte vom 9. und 13. Prozesstag (18.4. und 8.6.) – Prozessbeobachtung „Rechter Mord in Neukölln?“ – Der Mord an Luke Holland am 20. Sept 2015

Die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş hat zur Beobachtung des Prozesses gegen Rolf Z., den mutmaßlichen Mörder von Luke Holland, aufgerufen: Link

Bisher waren insgesamt 13 Prozesstage angesetzt. Es folgen zwei Prozessberichte: Ein Bericht vom 9. Prozesstag (18. April). ((Nach dem 10. Prozesstag (25. April) gab es eine längere Pause mit zwei Kurzterminen (Überbrückungstermine 11. und 12. Prozesstermin 11. und 25. Mai).)) Letzte Woche wurde der Prozess mit dem 13. Prozesstermin fortgesetzt.

Der nächste Prozesstermin ist morgen, Montag, der 13. Juni um 9 Uhr. Der ebenfalls angekündigte Mittwochtermin (15. Juni) entfällt. Die letzten Terminen fanden in einem anderen Saal, ebenfalls Hochsicherheit, Nr. 129 b (oder a ?) statt, der über einen Wilsnacker Str. Eingang erreichbar ist. Bitte am Eingang erfragen oder Aushang beachten.

Protokoll Prozess gegen Rolf Z. – 9. Prozesstag am 18. April 2016

Der Zeuge Uwe B., 47, Kriminalbeamter:
Wohnung wurde durch SEK gestürmt, anschließend von Sprengstoffhunden durchsucht (die nichts fanden, aber auf Nachfrage nach Gründen: wohl anders als bei anderen Einsätzen in der gesamten Wohnung sehr unruhig waren – weitere Verstecke, überall Spuren ?) Berichte vom 9. und 13. Prozesstag (18.4. und 8.6.) – Prozessbeobachtung „Rechter Mord in Neukölln?“ – Der Mord an Luke Holland am 20. Sept 2015 weiterlesen

In the case of the murder of British citizen Luke Holland on Wednesday, June 8th 2016,

the court proceedings against Rolf Z. will be continued at Berlin-Moabit Court House.

The Burak Bektaş Initiative demands: The court needs to focus on the right wing orientation and racist background of the murder. The potential connection with the killing of Burak Bektaş of April 5th 2012 has to be looked into.

Our analyses of the court proceedings up to now:

As an Initiative demanding a thorough investigation in the case of the killing of Burak Bektaş we have been witnessing the process in the murder case of Luke Holland. Rolf Z. had been arrested on the day of the murder (September 20th of last year) and charged with murder. The process against him started March 14th 2016 at Landgericht Berlin at the Moabit Court House.

Concerning the Right-wing/Racist Background and the Miniaturizing of Right Wing Terror

More than half of the process days have passed. The accused remains silent. A number of certified circumstances and witness accounts have made clear that he is the killer. Visitors to dance club Del Rex saw him in the club and later after the deed in the street in front of the club. The killer’s gun was found at Rolf Z.’s sisters apartment, where Rolf Z. had hidden it in the aftermath of the killing. In the case of the murder of British citizen Luke Holland on Wednesday, June 8th 2016, weiterlesen

Prozess zum Mord an Luke Holland

Am Mittwoch 8. Juni wird der Prozess gegen Rolf Z. fortgesetzt.

Wir fordern: Die rechte und rassistische Einstellung seines Mörders müssen in den Vordergrund gerückt werden, die möglichen Zusammenhänge zum Mord an Burak Bektaş behandelt werden.

Unsere bisherige Zwischenbilanz:

Als Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş beobachten wir den Prozess im Mordfall Luke Holland. Gegen Rolf Z. – den mutmaßlichen Mörder – wird seit dem 14. März 2016 vor dem Landgericht Berlin verhandelt.

Zum rechten/rassistischen Hintergrund und der Verharmlosung rechten Terrors

Inzwischen ist der Prozess zur Hälfte um. Der Angeklagte schweigt, ist aber aufgrund der Indizien und Zeugenaussagen überführt. Clubbesucher hatten ihn im Club und nach der Tat auf der Straße gesehen. Die Tatwaffe hatte Rolf Z. nach der Tat bei seiner Schwester versteckt. Prozess zum Mord an Luke Holland weiterlesen

Mahnwache in Gedenken an Burak Bektaş

Sonntag, 5. Juni 2016 | 15-17 Uhr | am geplanten Gedenkort gegenüber Krankenhaus Neukölln (Rudower Str./Möwenweg, U Britz Süd)

Zwei Monate nach dem 4. Todestag Burak Bektaş treffen wir uns wieder in der Nähe der Todesstelle. Das Gedenken an Burak Bektaş muss seinen Platz haben. Dies fordern wir mit unserer neuen Kampagne für einen „lebendigen Gedenkort“. Wir wollen gemeinsam mit den Angehörigen und Freund*innen von Burak einen sichtbaren und lebendigen Gedenkort schaffen, um die Erinnerung an Burak wachzuhalten.

Für ein sichtbares und lebendiges Gedenken!

Neuköllner BVV begrüßt Gedenkort für Burak

Öffentliche Vorstellung im Integrationsausschuss am 26. Mai

Mit überragender Mehrheit beschloss die Neuköllner BVV heute mit den Stimmen von SPD, Grünen, Piraten und Linken die Errichtung eines Gedenkortes für Burak Bektaș durch unsere Initiative zu begrüßen:

Die Bezirksverordnetenversammlung von Neukölln begrüßt die Errichtung eines Gedenkortes für Burak Bektaș durch die Initiative für die Aufklärung des Mordes.
(BVV-Entschließung vom 11. Mai 2016)


(Diese Fotomontage zeigt den geplanten Gedenkort mit Denkmal. Die gesamte Fläche soll gestaltet und mit Sitzmöglichkeiten versehen werden.)

Geplant ist ein öffentlicher Gedenkort auf der Grünfläche Rudower Straße Ecke Laubsängerweg in der Nähe des Tatorts, der die Erinnerung an Burak Bektaș in Neukölln, wo er lebte und ermordet wurde, wachhält. Er soll für die Angehörigen ein Platz für ihre persönliche Erinnerung und Trauer sein. Der Gedenkort soll ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass die Tat bis heute nicht aufgeklärt ist. Neuköllner BVV begrüßt Gedenkort für Burak weiterlesen

Mahnwache in Gedenken an Burak Bektaş

Donnerstag 5. Mai 2016 // 13-15 Uhr
Todesstelle gegenüber Krankenhaus Neukölln
(Rudower Str. 51, U Britz Süd)


Einen Monat nach dem 4. Todestag Burak Bektaş treffen wir uns wieder an der Todesstelle. Nachdem die dortige Gedenktafel mutwillig beschädigt wurde, werden wir sie durch eine neue ersetzen. Außerdem wollen wir die Stelle schön machen, bringt dafür gerne Blumen und andere Dinge mit! Das Gedenken an Burak Bektaş muss seinen Platz haben.

Dies fordern wir auch mit unserer neuen Kampagne für einen „lebendigen Gedenkort“. Wir wollen gemeinsam mit den Angehörigen und Freund*innen von Burak einen sichtbaren und lebendigen Gedenkort schaffen, um die Erinnerung an Burak wachzuhalten.

Für ein sichtbares und lebendiges Gedenken!

www.gedenkort-fuer-burak.org

Pressemitteilung zum Prozess gegen Rolf Z.: Einschüchterung der kritischen Öffentlichkeit

Prozessbeobachterin im Gerichtsgebäude tätlich angegriffen /
Sicherheitspersonal greift nicht ein /
Aufruf zur Prozessbeobachtung am 25.4.

Am Montag, den 18.4.2016 sind im Hochsicherheitsbereich des Amtsgerichts Tiergarten Beobachter_innen des Prozesses gegen den mutmaßlichen Mörder von Luke Holland, Rolf Z., bei den Sicherheitskontrollen von einer Gruppe von ca. zehn Personen, die dem Spektrum der Reichsbürger zuzuordnen sind (sog. „Reichsbürger“) verbal und auch tätlich angegriffen worden. Eine Prozessbeobachterin erlitt dabei einen Knöchelbruch. Das anwesende Sicherheitspersonal des Gerichts griff auch nach deutlicher Aufforderung nicht ein. Während innerhalb der Sicherheitsschleuse des Hochsicherheitsbereichs mehrere Personen aus dem Spektrum der sog. „Reichsbürger“ ungehindert Prozessbeobachter_innen angreifen konnten, waren die fünf anwesenden Justizbeamten damit beschäftigt, eine einzelne Angehörige Luke Hollands bis auf die Socken zu filzen – obwohl sie den Angriff sahen und hörten.

Ulrike Schmidt, Augenzeugin und Sprecherin der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş erklärt dazu: „Obwohl weithin bekannt ist, dass die sog. Reichsbürger weder Migrant_innen noch Antifaschist_innen gegenüber wohlgesonnen sind, hat das Gericht zeitgleich zum Prozess gegen Rolf Z. einen Verhandlungstermin für einen Prozess aus deren Kreisen angesetzt. Die Reichsbürger mussten so den gleichen Nebeneingang benutzen wie die Beobachter_innen des Prozesses gegen Rolf Z. Das Gericht trägt die Verantwortung für diesen Angriff, da es nicht für die Sicherheit der Prozessbeobachter_innen garantieren konnte.“
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Wir gedenken Muzaffer Türkoğlu; Betroffener des Anschlags Keupstr. / Köln – verstorben am 19. April 2015

DIE REISEN DES MUZAFFER TÜRKOĞLU

Vor einem Jahr ist Muzaffer Türkoğlu am 19.04.2015 im Alter von 72 Jahren verstorben ist. Er litt viele Jahre nach dem Anschlag noch an dessen Folgen, wie Ängsten und Schlafstörungen.

Muzaffer war einer der Opfer des rassistischen Bombenanschlags in der Kölner Keupstraße im Juni 2004. Er war Berliner zum Zeitpunkt des Bombenanschlags und war bei der Tageszeitung „Sabah“ als Journalist im Bereich Sport tätig. Er war nur nach Köln gereist, um gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder, der zu diesem Anlass extra aus der Türkei einreiste und einem Freund Zeit zu verbringen, die Stadt zu zeigen… Wir gedenken Muzaffer Türkoğlu; Betroffener des Anschlags Keupstr. / Köln – verstorben am 19. April 2015 weiterlesen