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5. Juli: 2. Mahnwache in Gedenken an Burak 16-18 Uhr S/U-Bahnhof Friedrichstraße

Burak wurde am 5. April 2012 in Berlin Neukölln ermordet
Rassismus wieder das Motiv ?

Mahnwache am Freitag, den 5. Juli 2013 von 16-18 Uhr
S/U-Bahnhof Friedrichstraße – Ecke Georgenstr./Friedrichstr.

Nach der erfolgreichen Demonstration mit über 500 Teilnehmenden zum Jahrestag des Mordes an Burak, plant die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak neue öffentliche Aktionen: Zu jedem fünften des Monats wird an wechselnden Orten in Berlin eine Mahnwache in Gedenken an Burak stattfinden. Burak wurde in der Nacht des 5. April 2012 ermordet. Die zweite Mahnwache wird am 5. Juli 2013 von 16-18 Uhr an der S/U-Bahnhof Friedrichstraße (Ecke Georgenstr./Friedrichstr.) in Berlin-Mitte stattfinden.

Hierzu sagt die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak: „Mit den Mahnwachen wollen wir an den Tod von Burak erinnern. Wir wollen den Druck auf die Ermittlungsbehörden erhöhen, die Passantinnen und Passanten informieren und hoffen dass der Täter nervös wird und sich stellt. Wir werden die monatlichen Mahnwachen erst beenden, wenn der Mörder gefunden ist und werden auch an unbequemen Orten im Berliner Stadtbild auftauchen.“

In der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak haben sich Angehörige und Freunde Buraks, antirassistische und antifaschistische Gruppen und engagierte Personen aus Neukölln zusammengeschlossen.

Pressemitteilung zur Mahnwache am 5. Juli 2013

Kleine Anfragen zum Tod von Burak und den Ermittlungen

3 Kleine Anfrage der Abgeordneten Canan Bayram (GRÜNE)
vom 08. März 2013 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 12. April 2013) und Antworten:

  • Offene Fragen zum Mord an Burak B.: Ermittlungen pdf
  • Offene Fragen zum Mord an Burak B.: Zusammenhang mit K. und „Neue Ordnung“ pdf
  • Offene Fragen zum Mord an Burak B.: Antifaschistische Mobilisierungsveranstaltung am Abend des Mordes (04.04.2012) in Gropiusstadt und Umgang mit der Familie pdf

Eine Bewertung der Antworten des Innenausschuss des Berliner Senats auf die kleinen Anfragen findet ihr in unserer Pressemitteilung vom 4. Juli 2013 LINK.

5. Juni: Mahnwache in Gedenken an Burak 15-18 Uhr vor den Gropiuspassagen

Mahnwache in Gedenken an Burak Bektaş
“Rassismus – wieder das Motiv?”

5. Juni 2013 // 15-18 Uhr vor den Gropiuspassagen
Johannisthaler Chaussee, Berlin-Rudow

Burak wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2012 gegenüber vom Krankenhaus Neukölln ermordet. Wir rufen Euch zur Solidarität mit der Familie und den Freunden von Burak auf. Wir werden nicht schweigen, denn die rassistische NSU-Mordserie könnte als Vorbild gedient haben: Ist Rassismus wieder das Motiv?

Nach der erfolgreichen Demonstration mit über 500 Teilnehmenden zum Jahrestag des Mordes an Burak, plant die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak neue öffentliche Aktionen: Zu jedem fünften des Monats wird an wechselnden Orten in Berlin eine Mahnwache in Gedenken an Burak stattfinden.

Mit den regelmäßigen Mahnwachen wollen wir die Erinnerung an Burak wachhalten und darauf hinweisen, dass der Täter noch immer nicht gefasst ist. Wir werden den Druck auf die Ermittlungsbehörden erhöhen, Passantinnen und Passanten informieren und hoffen dass der Täter nervös wird und sich stellt. Wir werden auch an unbequemen Orten im Berliner Stadtbild auftauchen: Wir werden nicht schweigen, bis der Mord aufgeklärt ist! Wir werden den Mord nicht vergessen!

Die erste Mahnwache findet am 5. Juni 2013 von 15-18 Uhr vor den Gropiuspassagen (Johannisthaler Chaussee) in Berlin-Rudow statt.

Pressemitteilung zur Mahnwache am 5. Juni 2013

Neuigkeiten in den Ermittlungen gegen Sebastian P.

Der Tagesspiegel schreibt am 30.04.2013:

„Der Gatower Wirt Sebastian P., der wegen der Schüsse auf eine Gruppe in Schöneberg vor Gericht steht, hat offenbar nichts mit dem Tod von Burak B. aus Rudow zu tun. Der Revolver, mit dem geschossen wurde, ist nicht identisch.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit, hieß es bei der Staatsanwaltschaft am Dienstag, sei der Revolver, mit dem der 22-jährige Burak B. im April vorigen Jahres auf offener Straße getötet wurde, nicht identisch mit der Waffe, die Sebastian P. in Schöneberg benutzt hatte. Das Bundeskriminalamt hatte den Revolver untersucht, um zu prüfen, ob es sich um dieselbe Tatwaffe handelte. Damit werde nun im Mordfall Burak B. nicht mehr gegen den 28-jährigen Sebastian P. ermittelt.“

siehe auch hier

zu den aktuellen Presseberichten

Bezüglich der aktuellen Veröffentlichungen in der Berliner Boulevardpresse über mögliche Spuren zu Buraks Mörder bitten wir euch erstmal nichts zu glauben, bevor es dafür keine Bestätigungen gibt. Wir beobachten die aktuellen Vorgänge und stehen in Kontakt zu Anwälten, auch im aktuellen Prozess gegen Sebastian P. Ihr werdet von uns Informationen erhalten, sobald es gesicherte gibt. Alle Spekulationen bis dahin gehen vor allem zulasten der Angehörigen. Vielen Dank für euer Verständnis.

Einladung zur Demonstration am 6.4.

Im Folgenden eine Einladung zur Demonstration ‚Zum Gedenken an Burak‘ von Murat und dem Burak Bektas e.V.:

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Hallo,

am 06.04.2013 um 14.00 Uhr wird eine Demonstration „zum Gedenken an Burak“ am Columbiadamm (vor der Sehitlik-Moschee) stattfinden.
Die Demo wurde von der „Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B.“ organisiert. Wir als Familie von Burak wollen, dass die Demonstration friedlich und ohne Komplikation von statten geht. Dieser Tag soll nur Burak gehören und wir wollen alle friedlich an ihm gedenken.
Die „Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B.“ wurde von verschiedenen antirassistischen Vereinen gegründet. Die Vereine und die Familie behaupten nicht, dass es sich bei dem Mord um einen rassistischen Akt handelt. Die Familie teilt auch keinerlei politischen Interessen der Vereine, falls diese vorhanden sind. Wir möchten an diesem Tag an die grausame Tat erinnern, damit der Täter endlich gefasst wird und Burak niemals in Vergessenheit gerät.

Wir möchten Sie/Euch alle herzlich einladen und freuen uns über jeden Teilnehmer.

Euer Freund und Bruder
Murat

Aufruf zur Demonstration zum Gedenken an Burak

Rassismus ? wieder das Motiv?

Demo am Samstag 6.4.2013 / 14 Uhr / Friedhof Columbiadamm in Berlin-Neukölln

Aufruf zur Demonstration zum Gedenken an Burak B.

Die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B. ruft zur Demo am 06. April um 14 Uhr am Friedhof Columbiadamm in Berlin-Neukölln auf.

Burak wurde vor einem Jahr, in der Nacht vom 4. auf den 5. April, gegenüber vom Krankenhaus Neukölln ermordet. Er war 22 Jahre alt. Erschossen auf offener Straße, mitten in der Nacht. Fünf Freunde unterhalten sich, lachen, leben, haben Spaß. Der Mörder kommt auf die Gruppe zu, legt an, drückt ab. Burak: Lungendurchschuss, tot. Zwei seiner Freunde, Alex. A. und Jamal A., überleben die Mordnacht lebensgefährlich verletzt.

Wir rufen euch zur Solidarität mit der Familie und den Freunden von Burak auf. Wenn ein Mensch auf offener Straße in Berlin ermordet wird, geht uns das alle an. Wir werden nicht dazu schweigen, denn die rassistische NSU-Mordserie könnte als Vorbild gedient haben. Wir fragen uns, welche Lehren die Behörden aus ihrem Versagen im Rahmen der Ermittlungen gegen
den NSU gezogen haben. Ist Rassismus wieder das Motiv?

Lasst uns gemeinsam Burak gedenken. Lasst uns mit einer entschlossenen Demonstration Druck auf die Ermittlungsbehörden ausüben.

In Gedenken an Burak und in Solidarität mit seinen Angehörigen.

Wir werden nicht schweigen, bis der Mord aufgeklärt ist!
Wir werden den Mord nicht vergessen!

Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B.

bestehend aus:
– Buraks Freunden und Verwandten
– ReachOut – Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Berlin
– Allmende e.V. – Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur
– Antirassistische Initiative (ARI)
– Autonome Neuköllner Antifa
– weitere Gruppen und Initiativen, sowie interessierte Einzelpersonen

Die Initiative wird beraten durch die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR)

Dieser Aufruf wird unterstützt von:
Förderverein Türkiyemspor
Bündnis gegen Rassismus
f.a.q. Infoladen

Wenn ihr den Demo-Aufruf unterstützen wollt, schreibt uns eine mail

P R E S S E M I T T E I L U NG

Am Donnerstag, dem 14. Februar 2013, wäre Burak B. 23 Jahre alt geworden:
Initiativen kritisieren massiv das Vorgehen von Polizei und Staatsanwaltschaft und fordern Aufklärung über den Stand der Ermittlungen im Mordfall Burak B.

Burak B. wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2012 um 1 Uhr morgens erschossen, Alex A. (16) und Jamal A. (17) vom selben Täter lebensgefährlich verletzt. Der nach wie vor unbekannte Täter näherte sich der Gruppe Jugendlicher, die an einer Bushaltestelle gegenüber dem Krankenhaus Neukölln saßen. Der Täter gab aus einer Handfeuerwaffe gezielte Schüsse auf die Gruppe ab. Die Überlebenden beschrieben den Täter als ca. 1,80 Meter groß, weiß, mit einem Kapuzenpullover bekleidet und 40-60 Jahre alt.

Seit der Mordnacht sind 10 Monate vergangen. Über die Ermittlungen der Polizei hat die Öffentlichkeit seitdem nur erfahren, dass sie sich bereits zu Beginn öffentlich für ihre Informationspolitik entschuldigen musste, da die Familie erst nach eigenen Bemühungen vom Tod Buraks erfahren hatte. Diese katastrophale Informationspolitik hält bis heute an. Es wird zwar bekanntgegeben, dass Hinweise bei der ermittelnden Polizei eingegangen seien, mehr allerdings auch nicht, außer dass „in alle Richtungen“ ermittelt werde. Das Vertrauen in die staatlichen Organe, diesen brutalen Mord aufklären zu wollen, schwindet immer mehr. Der Mord jährt sich in wenigen Wochen das erste Mal.

Die Öffentlichkeit – und vor allem die Angehörigen – haben ein Recht darauf, zu erfahren, was die Polizei und Staatsanwaltschaft in der bisherigen Zeit unternommen haben, um den Mord an Burak B. und die versuchten Morde der Nacht vom 4. auf den 5. April 2012 aufzuklären.

Wir wissen, dass genau 20 Jahre vor dem Mord an Burak B. der Nazifunktionär Gerhard Kaindl in Berlin-Neukölln bei einer Auseinandersetzung mit migrantischen Antifaschist*innen gestorben ist und seitdem in der Neonazi-Szene als Märtyrer gilt. Wir wissen, dass Anfang 2012 bundesweit in der Nazipresse darüber berichtet und zu Racheaktionen aufgerufen wurde. Wir wissen, dass es im Süden Neuköllns immer wieder zu Angriffen von Neonazis kommt. Die Brandanschläge auf das Anton-Schmaus-Haus der Falken sowie die Angriffe auf eine Familie in der Hufeisensiedlung, die es abgelehnt hatte, Propagandamaterial der NPD anzunehmen, bestätigen, dass die Nazis nicht nur verbale Auseinandersetzungen wollen, sondern immer wieder auch gewalttätig werden. Wir wissen, dass Burak und seine Freunde nicht nur in der Mordnacht rassistischen Beschimpfungen ausgesetzt waren. Wir wissen, dass am Abend der Mordnacht eine antifaschistische Informationsveranstaltung zu Nazi-Aktivitäten im Süden Neuköllns stattgefunden hat und bekannte gewaltbereite Neonazis in der Gegend unterwegs waren. Sehen die Ermittlungsbehörden hier einen Zusammenhang – oder ermitteln sie immer noch „in alle Richtungen“?

Das bleierne Schweigen, das Polizei und Staatsanwaltschaft seit Monaten über den Tod von Burak B. legen, ist nicht hinnehmbar!

Im Fall des Mordes an Burak B. und den Mordversuchen an Alex A. und Jamal A. könnte die rassistische NSU-Mordserie als Vorbild gedient haben. Welche Lehren haben die Behörden aus ihrem Versagen bei den Ermittlungen gegen den NSU gezogen?

Wir fordern, einen möglichen rassistischen Hintergrund dieses Mordes zu untersuchen.
Wir fordern den Innensenator auf, für eine rückhaltlose Aufklärung dieses Mordes zu sorgen.
Wir fordern eine sensibilisierte Gesellschaft, die rassistische Morde nicht mehr schweigend hinnimmt.

13.02.2013, Berlin-Neukölln
Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B.

Allmende e.V. – Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur
Antirassistische Initiative Berlin (ARI)
Bündnis gegen Rassismus
ReachOut – Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus
und andere Gruppen und Einzelpersonen.