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Einige Fotos von der Kundgebung am 7. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş

Wenige Fotos von der Kundgebung gestern am 7. April 2019, 7 Jahre nach dem Mord an Burak Bektaş, der immer noch nicht aufgeklärt ist.

Wir fragen war Rassismus wieder das Motiv?

250 Menschen haben mit uns an Burak erinnert und Aufklärung gefordert. Danke an alle die da waren.

Wir werden die Redebeiträge, die gestern gehalten wurden veröffentlichen… hier schon mal ein paar wenige Fotos


Fotos mit 1024 x 683 pixel

RIP Burak Bektaş

Heute vor 7 Jahren wurde dein Leben plötzlich beendet. Dein Mörder wurde bisher nicht gefunden und es bestätigt sich leider die Annahme, dass keine ernstzunehmenden Ermittlungen durchgeführt wurden. Wir klagen an und fordern Aufklärung. Wir fordern die Einrichtung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zu der Frage, was seit Jahren eine Aufklärung verhindert.

Kommt am Sonntag zum Gedenkort!

Der TBB fordert erneut ein Neuaufrollen der Ermittlungen im Mordfall Burak Bektaş

Zum siebten Jahrestag der Ermordung von Burak Bektaş wiederholte der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) seine Forderung, die Ermittlungen im Mordfall Burak Bektaş neu aufzurollen.
Burak Bektaş wurde vor sieben Jahren, am 05.04.2012, auf offener Straße von einem Unbekannten kaltblütig erschossen, seine Freunde Jamal und Alex lebensgefährlich verletzt.
„Die Ermittlungen der Berliner Polizei und der Berliner Staatsanwaltschaft sind auch nach sieben Jahren ergebnislos“, sagte Ayşe Demir, Vorstandssprecherin des TBB.

Vieles spräche dafür, dass es bei dieser Tat um ein rassistisches Motiv handeln könnte, so Demir weiter. „Der Angriff auf Burak und seine Freunde erfolgte nur wenige Monate nach dem Bekanntwerden der Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrundes. Hinzukommt, dass ein persönliches Motiv auch ausgeschlossen ist, da es keine vorherige Beziehung bzw. Kontakt zwischen dem Mörder und den Opfern gab.“

Aus diesem Grund müssen die Ermittlungen mit einem besonderen Augenmerk auf einen rassistischen Hintergrund neu aufgerollt werden. Angesichts der Serie von rassistischen Anschlägen in Neukölln, die auch noch nicht aufgeklärt worden sind, unterstütze der TBB zudem die Forderung der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der rassistischen Anschläge in Neukölln einzurichten.
Quelle

Schild an Skulptur angebracht

Gestern wurde an der Skulptur des Gedenkort Burak Bektaş die Inschrift von unserer inzwischen verstorbenen Künstlerin Zeynep Delibalta „Algorithmus für Burak und ähnliche Fälle“ angebracht.

Am 7. April um 14 Uhr seit ihr eingeladen zur Kundgebung „Gedenken und Aufklären“ zum 7. Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş, war Rassismus das Motiv?

EINLADUNG – Anlässlich des 7. Jahrestages der Ermordung von Burak Bektaş

AUFKLÄREN UND GEDENKEN
Kundgebung am Sonntag, den 07.04.2019 um 14.00 Uhr
Gedenkort Burak Bektaş, Rudower Str./Möwenweg (Berlin-Neukölln)

Gemeinsam mit Familie Bektaş, sowie seinen Freundinnen und Freunden erinnern und gedenken wir Burak. Wir klagen an und fordern Aufklärung. Noch immer liegen keine Ermittlungsergebnisse vor. Es bestätigt sich vielmehr die Annahme, dass keine ernstzunehmenden Ermittlungen durchgeführt wurden.
Der Mord an Burak, die Mordversuche an seinen Freunden, die Liste rechter Anschläge in Neukölln – all diesen Geschehnissen ist gemeinsam: Sie werden nicht aufgeklärt. Die Täter agieren straflos, sie werden für ihre Taten nicht zur Rechenschaft gezogen und damit ermutigt weiterzumachen.

Wir fordern die Einrichtung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zu der Frage, was in Berlin-Neukölln seit Jahren die Aufklärung von rechten/rassistischen Morden, Anschlägen und Angriffen verhindert. Auch der Mord an Burak Bektaş muss zum Gegenstand dieser Untersuchung werden!

wir laden herzlich ein
Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş

Burak Bektaş Cinayetinin 7. Yılı Çağrısı

AYDINLATMA VE HATIRLAMA

07.04.2019, Pazar günü, öğlen saat 2’, Meeting

Adres: Burak Bektaş Anıtı, Rudower Str./Möwenweg (Berlin-Neukölln)

Burak Bektaş, 5.4.2012’de, Berlin-Neukölln hastanesinin karşısında katledildi. İki arkadaşı ağır yara aldı. Cinayetin üstünden 7 yıl geçti. Bektaş ailesi ve Burak’ın arkadaşlarıyla birlikte Burak’ı anıyoruz. Şikayetçiyiz ve cinayetin aydınlatılmasını talep ediyoruz. Soruşturmanın sonuçları halen mevcut değil. Aksine, ciddi bir soruşturma yürütülmediğine dair çıkarımı doğrulayacak bir durum söz konusu.

Burak Bektaş cinayeti, Burak’ın arkadaşlarını öldürme teşebbüsü, Neukölln’deki sağcı saldırıların listesi, diğerlerinin arasında „Anton-Schmaus-Haus“ ve „K-Fetisch“e karşı gerçekleştirilen kundaklama eylemleri, antifaşistlerin şahsi evlerine ve arabalarına, Hufeisensiedlung’a, sol kitapevlerine saldırılar, „Stolpersteine“deki hırsızlık ve zarar eylemi, bu olayların hepsinin ortak bir noktası var: Aydınlatma yok. Zanlılar ceza almadan eylemlerine devam ediyor; suçları için sorumlu tutulmayacaklarından devam etmek için cesaretlendiriliyorlar.

Benzeri bir sinyal Münih’teki NSU dava Sürecinde de verildi. NSU dava Sürecinin Temmuz 2018’deki karar açıklamasında, Kassel’de NSU tarafından katledilen Halit Yozgat’ın annesi, Yozgat hanım şunu söyledi: “Arı gibi çalıştılar ama ortada bal yok.” Neukölln’deki soruşturmalar da (aynı) bu şekilde: Cızırtı çok, sonuç yok.

Burak’ın katili bugüne dek yakalanmadı. Birçok kişinin şüphelendiği gibi, katil Luke Holland’ı 20.9.2015´de katleden Rolf Zielezinski miydi? Polis, iki cinayet arasında bir bağlantı olmadığını iddia ediyor. Ama Burak’ın annesi bu değerlendirmeye nasıl varıldığını hep sordu: “Makamlar neyi biliyor? Ateş edenin Zielezinski olmadığına dair ellerinde hangi kanıtlar var?” Bununla ilgili herhangi bir bilgi yok. Bildiğimiz şey, Zielezinski’nin olası katil olabileceğiyle ilgili yeterince soruşturma yapılmadığıdır. Burak’ın cinayetinde olası bir ırkçı cinayet motifi ya da olası bir NSU benzerliği yeterince dikkate alınmadı.

Neukölln’de öldürülen iki genç, Burak Bektaş ve Luke Holland ve yakınlarına karşı sürdürülen bu ihmalkarlığı kınıyoruz. Neukölln ve diğer yerlerdeki saldırılardan etkilenen kişilerin kaygılarına ve korkularına karşı tavırsız kalan sorumlu soruşturma makamlarını kınıyoruz.

Yıllardır Berlin-Neukölln’de vuku bulan sağcı/ırkçı cinayetleri, kundaklamaları ve saldırıları aydınlatmak üzere parlamento soruşturma komisyonu oluşturulmasını talep ediyoruz.

Irkçı ve sağcı şiddete karşı- Aydınlatma talep ediyoruz!

Aufruf zum 7. Jahrestag der Ermordung von Burak Bektaş

AUFKLÄREN UND GEDENKEN

Kundgebung am Sonntag, den 07.04.2019 um 14.00 Uhr

Gedenkort Burak Bektaş, Rudower Str./Möwenweg (Berlin-Neukölln)

Burak Bektaş wurde am 5.4.2012 in Berlin-Neukölln gegenüber dem Krankenhaus Neukölln ermordet, zwei seiner Freunde wurden schwer verletzt. Seit dem sind 7 Jahre vergangen. Gemeinsam mit Familie Bektaş, sowie Freundinnen und Freunden von Burak erinnern und gedenken wir Burak. Wir klagen an und fordern Aufklärung. Noch immer liegen keine Ermittlungsergebnisse vor. Es bestätigt sich vielmehr die Annahme, dass keine ernstzunehmenden Ermittlungen durchgeführt wurden.

Der Mord an Burak Bektaş, die Mordversuche an seinen Freunden, die Liste rechter Anschläge in Neukölln -u.a. die Brandanschläge auf das „Anton-Schmaus-Haus“ und das „K-Fetisch“, die Anschläge und Angriffe auf Privatwohnungen und PKWs von Antifaschistinnen und Antifaschisten, die Hufeisensiedlung, linke Buchläden, die Entwendung und Beschädigung von Stolpersteinen – all diesen Geschehnissen ist gemeinsam: Sie werden nicht aufgeklärt. Die Täter agieren straflos, sie werden für ihre Taten nicht zur Rechenschaft gezogen und damit ermutigt weiterzumachen.

Ein ebenso verheerendes Signal hatte der NSU-Prozess in München gegeben. Zur Urteilsverkündung (Juli 2018) im NSU-Prozess sagte Frau Yozgat, die Mutter von Halit Yozgat, der in Kassel vom NSU ermordet wurde: “Sie haben wie Bienen gearbeitet, aber keinen Honig produziert.“ Genauso kommen uns auch die Ermittlungen in Neukölln vor: Lautes Summen, keine Ergebnisse.

Der Mörder von Burak wurde bisher nicht gefasst. War es doch, wie viele vermuten, Rolf Zielezinski, der verurteilte Mörder von Luke Holland ermordet am 20. September 2015. Die Polizei behauptet, dass es keinen Zusammenhang gäbe zwischen den beiden Morden. Doch Buraks Mutter hat immer wieder gefragt, wie diese Einschätzung eigentlich zustande kommt: “Was wissen die Behörden? Welche Beweise haben Sie darüber, dass Zielezinski nicht geschossen hat?“ Darüber gibt es keine Informationen. Was wir dagegen wissen ist, dass den tatsächlich vorhandenen Hinweisen auf ihn als möglichen Täter nicht genügend nachgegangen worden ist. Ein mögliches rassistisches Tatmotiv oder ein möglicher NSU-Bezug wurden in den Ermittlungen zum Mord an Burak nicht hinreichend berücksichtigt.

Wir verurteilen die Ignoranz gegenüber den in Neukölln ermordeten jungen Männern Burak Bektaş und Luke Holland und ihren Angehörigen. Wir verurteilen die Untätigkeit der verantwortlichen Ermittlungsbehörden gegenüber den Sorgen und Ängsten der Betroffenen der Anschläge in Neukölln – und überall anders.

Wir fordern die Einrichtung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zu der Frage, was in Berlin-Neukölln seit Jahren die Aufklärung von rechten/rassistischen Morden, Anschlägen und Angriffen verhindert.

Gegen rassistische und rechte Gewalt – Wir fordern Aufklärung!