Archiv des Monats: April 2026

20. Todestag von Mehmet Kubaşık

Liebe Familie Kubaşık,
liebes Bündnis „Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich“ Dortmund,
liebe Antirassist*innen, wir grüßen euch als Burak Bektaş Initiative Berlin. Wir sind traurig, heute nicht bei euch sein zu können. In Gedanken und mit unseren Herzen sind wir bei euch.

20 Jahre! Kein Vergeben!
20 Jahre! Kein Vergessen!
Kein Schlussstrich!

Dass ihr heute wieder am Tatort steht, erinnert an einen Mord, der Grund für unendlichen Schmerz, Trauer und Wut ist. Mehmet Kubaşık wurde heute vor 20 Jahren vom NSU ermordet.
20 Jahre sind seit diesem menschenverachtenden Verbrechen vergangen. Doch viele der Täter:innen und Verantwortlichen wurden bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen.
Viele Jahre, bis zur Selbstenttarnung des NSU, wurden die Familie und Freund*innen von Mehmet Kubaşık verhöhnt, isoliert und aus ihrem sozialen Umfeld ausgegrenzt. Seit 20 Jahren gibt es keine vollständige Aufklärung.
Diese Gedenkveranstaltungen im April sind nicht nur für Mehmet Kubaşık, sondern für all die Menschen, die in diesem Land im öffentlichen Raum, durch den NSU sowie durch rassistische, faschistische, antisemitische und antimuslimische Gewalt ihr Leben verloren haben.
Der Mord an Mehmet Kubaşık ist kein Einzelfall. Seine Mörder sind keine Einzeltäter.
Das hat System! Die Liste der Opfer von Faschist*innen, Neonazis und Polizeigewalt ist in den vergangenen Jahren immer länger geworden und die Täter in der Polizei werden trotz erdrückender Beweise immer wieder freigesprochen.
Ein aktuelles Beispiel ist der Freispruch von fünf Polizist*innen im Dezember 2024 im Fall Mouhamed Lamine Dramé. Mouhamed war 16 Jahre alt, aus dem Senegal geflüchtet und befand sich in einer psychischen Krise. Er bedrohte niemanden. Er saß in einer Ecke im Hof seiner Jugendeinrichtung in Dortmund. Dort wurde er am 8. August 2022 von einem Polizisten mit sechs Schüssen regelrecht hingerichtet.

Jede und jeder Einzelne wird nicht vergessen!
Kein Vergeben!
Kein Vergessen!
Kein Schlussstrich!

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Sevgili Kubaşık ailesi,
Sevgili “Dayanışma Günü – Daha son söz söylenmedi!” Dortmund İnisiyatifi,
Sevgili ırkçılığa karşı olan insanlar,
Sizleri Burak Bektaş İnisiyatifi Berlin olarak selamlıyoruz. Bugün aranızda olamadığımız için üzgünüz. Düşüncelerimizle ve kalplerimizle sizinleyiz.
20 yıl! Affetmek yok!
20 yıl! Unutmak yok!
Daha son söz söylenmedi!
Bugün yeniden olay yerinde olmanız, sonsuz acıya, yasa ve öfkeye neden olan bir cinayeti hatırlatıyor. Mehmet Kubaşık bundan 20 yıl önce bugün NSU tarafından katledildi.
Bu insanlık dışı suçun üzerinden 20 yıl geçti.
Ancak faillerin ve sorumluların birçoğu hâlâ hesap vermedi.
NSU’nun kendini açığa çıkarmasına kadar geçen uzun yıllar boyunca Mehmet Kubaşık’ın ailesi ve arkadaşları aşağılandı, yalnızlaştırıldı ve sosyal çevrelerinden dışlandı. 20 yıldır hâlâ tam bir aydınlatma yok.
Nisan ayındaki bu anma etkinlikleri sadece Mehmet Kubaşık için değil; bu ülkede kamusal alanda, NSU tarafından ya da ırkçı, faşist, antisemitik ve İslam karşıtı şiddet sonucu hayatını kaybeden tüm insanlar içindir.
Mehmet Kubaşık’ın katledilmesi bireysel bir olay değildir. Katilleri münferit kişiler değildir.
Bu bir sistemdir!
Faşistler, neonaziler ve polis şiddeti mağdurlarının listesi son yıllarda giderek uzadı.
Ve polis içindeki failler, ezici kanıtlara rağmen defalarca beraat ettirildi.
Bunun güncel bir örneği, Aralık 2024’te Mouhamed Lamine Dramé davasında beş polisin beraat etmesidir.
Mouhamed 16 yaşındaydı, Senegal’den sığınmacıydı ve psikolojik bir kriz içindeydi. Kimseyi tehdit etmiyordu. Dortmund’da kaldığı gençlik kurumunun avlusunda bir köşede oturuyordu.
Orada 8 Ağustos 2022’de bir polis tarafından altı kurşunla adeta infaz edildi.
Hiç kimse unutulmayacak!
Affetmek yok!
Unutmak yok!
Daha son söz söylenmedi!

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Mehr Informationen: Tag der Solidarität Dortmund

4.4.2026 Remembering Luke Holland on Lukes 42nd Birthday

Message from Philip Holland, father of Luke Holland, on Lukes 42nd Birthday:

„Thank you all for remembering Luke, and coming together, on what should have been Luke’s 42nd birthday.
Even after 10 years, the grief and sadness I feel gets heavier, as I miss Luke and Rita so, so much.
The anger I feel, that Luke’s murderer will be released from prison in 18 months, never goes away.
I can only hope that Zielezinski, on release, is investigated for Burak’s murder, and finally brought to justice.“

Philip Holland

Luke Holland was murdered by a Neonazi in Berlin, he was only 31 years old. He was shot dead outside a pub in Berlin-Neukölln on 20th September 2015.
Luke’s mother, Rita Holland, took her own life on October 21, 2019. She could no longer bear the pain.
We will lay some flowers for Luke on his 42nd Birthday Saturday, 4th April 2026 at 6 p.m.
Luke Holland Memorial Site, Ringbahnstraße corner of Walterstraße (near Neukölln S-Bahn station)

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In Erinnerung an Luke Holland

Nachricht von Philip Holland, Lukes Vater, zu dessen 42. Geburtstag:

„Ich danke euch allen, dass ihr an Luke denkt und an diesem Tag zusammenkommt, der Lukes 42. Geburtstag hätte sein sollen.
Selbst nach 10 Jahren werden die Trauer und die Traurigkeit, die ich empfinde, immer größer,
da ich Luke und Rita so, so sehr vermisse.
Die Wut, die ich empfinde, weil Lukes Mörder in 18 Monaten aus dem Gefängnis entlassen wird, lässt mich nicht los.
Ich kann nur hoffen, dass gegen Zielezinski nach seiner Entlassung wegen des Mordes an Burak ermittelt wird und er endlich vor Gericht gestellt wird.

Philip Holland

Luke Holland wurde in Berlin von einem Neonazi ermordet, er war erst 31 Jahre alt. Er wurde am 20. September 2015 vor einer Kneipe in Berlin-Neukölln erschossen.
Lukes Mutter, Rita Holland, nahm sich am 21. Oktober 2019 das Leben. Sie konnte den Schmerz über den Verlust ihres Sohnes nicht mehr ertragen.
Wir werden an Lukes 42. Geburtstag Blumen für ihn niederlegen.
Samstag, 4. April 2026, um 18 Uhr
Luke-Holland-Gedenkort, Ringbahnstraße /Ecke Walterstraße (S-Bahnhof Neukölln)

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Luke Holland’ın Anısına

Luke’un babası Philip Holland’ın, oğlu Luke’un 42. doğum günü vesilesiyle yazdığı mesaj:

“Luke’u hatırladığınız ve bugün bir araya geldiğiniz için hepinize teşekkür ederim;
bugün, Luke’un aslında 42. doğum gününü kutlayacağı gündü.
10 yıl geçmesine rağmen, Luke ve Rita’yı çok özlediğim için hissettiğim keder ve hüzün giderek daha da ağırlaşıyor.
Luke’un katilinin 18 ay sonra hapisten çıkacak olması nedeniyle hissettiğim öfke beni hiç rahat bırakmıyor.
Sadece Zielezinski’nin tahliye edildikten sonra Burak cinayeti nedeniyle soruşturulmasını ve nihayet mahkemeye çıkarılmasını umut edebilirim.”

Philip Holland

Luke Holland, Berlin’de bir neonazi tarafından öldürüldü, henüz 31 yaşındaydı. 20 Eylül 2015’te Berlin-Neukölln’deki bir barın önünde vurularak öldürüldü.
Luke’un annesi Rita Holland, 21 Ekim 2019’da hayattan ayrıldı. Acıya daha fazla dayanamadı.
Luke’un 42. doğum gününde katledildiği yere onun için çiçekler bırakacağız
4 Nisan 2026 Cumartesi, saat 18:00
Luke Holland Anıtı, Ringbahnstraße/ Walterstraße köşesi (Neukölln S-Bahn istasyonu)

Sicherheit statt Polizei – Haushaltspolitik neu denken

Wenn von Sicherheitspolitik die Rede ist, geht es meist um Polizei, Strafgesetze und Überwachung. Politisch scheint der Kurs seit Jahren klar: mehr Polizei, mehr Kameras – und gleichzeitig weniger Mittel für Gesundheit, Kultur und Soziales. Doch wie lässt sich dieser Entwicklung etwas entgegensetzen? Und wessen Sicherheit steht dabei eigentlich im Mittelpunkt – und wessen nicht?

Hierzu wird am 10. April in Köln eine Veranstaltung statt finden, wir hoffen es wird auch bald eine Veranstaltung in Berlin geben.

Unsere Beobachtungen aus dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Neukölln-Komplex decken sich mit dem, was in der Broschüre von Justice Collective Berlin steht. Diese Polizei hilft nicht, sie ist eher eine Gefahr! Deshalb fordern wir weniger Geld für die Polizei also Defund the Police!
Bild von Justice Collective Berlin übernommen

Zur sehr lesenswerten Broschüre (Broschüren-Coverlink) vom Justice Collective Berlin.

Zur Veranstaltungsankündigung in Köln am 10. April vom Komitee für Grundrechte und Demokratie – link.

Aber die CDU/SPD-Koalition in Berlin macht genau das Gegenteil: mehr Geld für Polizei und Überwachung. Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zum Neukölln-Komplex wurde nicht mal abgewartet und das ASOG, also das allgemeine Sicherheits und Ordnungsgesetz, dass die Befugnisse der Polizei regelt, wurde erweitert – Pressemitteilung vom 2.12.2025.

Obendrein wurde im März durch den Chaos Computer Club bekannt, dass in Berlin fast 4 Millionen Euro für KI-Kameras verschwendet werden sollen. Zur Pressemitteilung Automatisierte Verhaltensüberwachung: Gefährlichen Mumpitz einstellen vom CCC am 6. März 2026.

Vom Zaun um den Görli ganz zu schweigen… Görli zaunfrei!