Archiv des Monats: Januar 2026

14.2.2026 – Gedenken an Buraks Geburtstag

Erinnern heißt kämpfen

Samstag, 14. Februar 2026 | 14:00 Uhr | Gedenkort für Burak Bektaş | Rudower Straße / Möwenweg | Berlin-Neukölln

Am 14. Februar 2026 wäre Burak 36 Jahre alt geworden.

An seinem Geburtstag kommen wir – Freund*innen, Familie, Unterstützende und Aktivist*innen – am Gedenkort zusammen, um Blumen niederzulegen und gemeinsam Burak zu gedenken.

Burak kann seinen Geburtstag seit dem 5. April 2012 nicht mehr feiern, er wurde im Alter von 22 Jahren ermordet. Der Mord an Burak Bektaş und der Mordversuch an vier seiner Freunde sind nach wie vor nicht aufgeklärt.

Wir zeigen, dass Burak unvergessen bleibt. Sein Lachen, seine Lebensfreude und das Glück, das Burak für seine Familie und für die vielen Freunde bedeutet hat, bleibt wach.

Seit Sommer 2022 gibt es einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA), der aufdecken sollte, warum die vielen rechten, rassistischen Taten des Neukölln-Komplexes nicht aufgeklärt wurden. Auch die Morde an Burak Bektaş und Luke Holland waren Themen im PUA. Der Ergebnisbericht des PUA ist für Ende Mai angekündigt. Wir wissen bereits, dass er seinem Auftrag und den Erwartungen der Betroffenen nicht gerecht werden wird. Umso mehr fordern wir Konsequenzen für die verantwortlichen Behörden.

In Gedenken an Burak Bektaş.
Wir kämpfen weiter für Aufklärung.
Wir kämpfen weiter gegen das Vergessen.

Buraks Todestag jährt sich dieses Jahr am 5. April zum vierzehnten Mal. 14 Jahre keine Aufklärung, keine Gewissheit, keine Sicherheit. 14 Jahre Kampf der Familie und Freund*innen für Aufklärung und gegen das Vergessen. Wir laden euch 2026 zur der Kundgebung zum 14. Todestag von Burak am 12. April ein.

Bringt Blumen und Kerzen mit.

09.02.2026 Veranstaltung: Der Neukölln-Komplex – Ohne uns läuft nix

Montag | 9. Februar 2026 | 19 Uhr
Bürgerzentrum Neukölln | Werbellinstr. 42 | 12053 Berlin

Der Neukölln-Komplex – Ohne uns läuft nix
Was kommt raus beim parlamentarischen Untersuchungsausschuss?

Jahrelang bemühten sich Betroffene und antifaschistische Initiativen um einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) zum sogenannten Neukölln-Komplex. Dabei geht es um schwerste neonazistische Straftaten, Bedrohungen und Angriffe bis hin zu 23 schweren, zum Teil lebensgefährdenden Brandanschlägen gegen Menschen, die sich gegen Rassismus und Faschismus engagieren. Die Serie gipfelte in den Morden an Burak Bektaş und Luke Holland.

Trotz Hinweisen auf bekannte Neonazis wurde die Serie weitestgehend nicht aufgeklärt. Vielmehr fielen Beamt*innen von Polizei und Staatsanwaltschaft durch rassistische Taten oder Aussagen auf, gaben Daten an Neonazis weiter oder hielten Informationen über akute rechte Bedrohungen zurück.

Es waren Betroffene der Anschläge und Engagierte, die die Aufarbeitung maßgeblich vorantrieben.

Erst nach jahrelangem, öffentlichen Druck wurde im Mai 2022 der PUA eingesetzt.

Dieser sollte das Behördenversagen bei der faschistischen Anschlagsserie aufklären und Gegenstrategien entwickeln.

Im Juli 2025 beendete der PUA seine Beweisaufnahme und berät seither über seinen Abschlussbericht, dessen Veröffentlichung immer weiter nach hinten geschoben wird.

Was ist der aktuelle Stand? Wie geht’s weiter?

Was ist zu erwarten vom Abschlussbericht? Was wird drinstehen?

Wie ist die Sicht der Betroffenen, der Beoachter*innen des Ausschuss und der Abgeordneten?

Welche Forderungen gibt es?

Ändert sich etwas? Wird es politische Konsequenzen geben?

Was ist zu tun?

Darüber wollen wir sprechen mit Claudia v. Gélieu (als Aktivistin war sie Ziel der Neonazi- Anschlagserie), Caro Keller von NSU-Watch, einem Vertreter der Initiative für die Aufklärung des Mordes an B. Bektaş und den Ausschuss-Mitgliedern André Schulze, Vasili Franco (Grüne) und Niklas Schrader (Linke).

Veranstalter: Bündnis Neukölln: Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt